Vor Schulen und Kindergärten sollten Autofahrer unbedingt besonders langsam und vorsichtig fahren.

Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, noch Schwierigkeiten haben, die Geschwindigkeit eines sich nähernden Fahrzeugs richtig einzuschätzen.

Damit die Kinder das lernen, gibt es an den meisten Grundschulen Verkehrsunterricht. Ein Polizist lehrt das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Anhand verschiedener Spieleüben erfahren die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, wie die Geschwindigkeit und der Bremsweg eines Fahrzeugs zusammenhängen.

Der Bremsweg – also die Strecke, die das Auto noch zurücklegt, nachdem der Fahrer gebremst hat – lässt sich anhand einer Formel ungefähr errechnen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Fahrer erst reagieren und auf das Bremspedal treten muss, bevor der Bremsweg beginnt.

Das dauert zwar nur etwa eine Sekunde, in der das Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde aber rund 30 Meter zurücklegt. Wenn die Bremse betätigt worden ist, braucht das Auto noch etwa 100 Meter, bis es zum Stehen kommt.

Ist der Fahrer dagegen mit Tempo 30 unterwegs, braucht er etwa 18 Meter, um anzuhalten. Tritt er die Bremse voll durch, steht das Auto schon nach knapp 14 Metern. Das nennt man Gefahrenbremsung.