Kindernachrichten

Feuerwerk statt Holzräder

Sicher seid ihr alle noch völlig satt vom Essen an Weihnachten.

Aber viel Zeit bleibt euch nicht, um von dem vielen Feiern und dem Festessen auszuruhen. Denn in ein paar Tagen ist schon die nächste Party: Silvester. Weihnachten ist ein christliches Fest. Die Menschen feiern die Geburt von Jesus. Aber Silvester am 31. Dezember ist ein Fest, das auf heidnische Bräuche zurückgeht. Das Fest stammt aus der Zeit, als die Völker noch ihre eigenen Götter hatten.

Zum Beispiel hatten die alten Germanen einen Kriegsgott. Der hieß Wotan. Sie glaubten fest daran, dass Wotan in den langen Winternächten mit seinem Gespenster-Heer durch die Luft zog und sein Unwesen trieb. Weil so ein Kriegsgott den Germanen mächtig viel Angst einjagen konnte, haben sie irgendwann beschlossen, selbst ordentlich Krach in der Nacht zu machen, die genau in der Mitte der langen Winternächte ist, nämlich die Nacht vom 31.Dezember auf den 1. Januar. Weil sie Wotan und diese eine Nacht besonders fürchteten, haben die Germanen ein Höllenspektakel mit ordentlich viel Krach gemacht. Zum Beispiel zündeten sie Holzräder an und rollten sie Berge herunter. Holzräder werden in dieser Nacht nicht mehr angezündet, aber Raketen und Böller. Die werden die Geister des alten Jahres allemal vertreiben. Ihr müsst nur aufpassen, dass eure Eltern euch rechtzeitig wecken.