Kindernachrichten

So kommt die Milch vom Euter in die Tüte

Muttermilch ist oft das Erste, das Menschen in ihrem Leben zu sich nehmen. Aber auch in späteren Lebensjahren bleibt Milch ein wichtiges Nahrungsmittel. In Deutschland wird hauptsächlich Kuh-, manchmal aber auch Schafs- und Ziegenmilch zu verschiedenen Produkten verarbeitet. In manchen Ländern verwenden die Menschen auch die Milch von Stuten, Eseln, Rentieren, Büffeln, Yaks oder sogar Lamas.

Zuerst werden die Kühe im Stall gemolken, meist zweimal am Tag. Früher machten die Bauern das per Hand, heute haben sie dafür Melkmaschinen, mit denen es einfacher und schneller geht. Die Milch wird damit automatisch aus dem Euter der Kuh abgesaugt und durch Schläuche in einen Tank geleitet.

Mit einem großen Wagen wird die Milch dann in eine nahe gelegene Molkerei gebracht. Man nennt sie auch Meierei oder Käserei.

Hier entstehen all die Lebensmittel, die sich aus Milch herstellen lassen. Besonders beliebt sind zum Beispiel Käse, Butter, Joghurt oder Quark. Auch Schokolade enthält oft viel Milch. Deshalb heißt sie „Milchschokolade“. Aber auch die Milch, die wir trinken, wird noch bearbeitet, um sie länger haltbar zu machen. Dazu wird sie pasteurisiert. Das heißt, dass sie einmal sehr stark erhitzt wird, um viele Bakterien abzutöten. Soll die Milch besonders lange haltbar sein, liegt die Temperatur bei bis zu 150 Grad. Das ist etwa doppelt so hoch wie bei der Frischmilch. Diese sollte man nach dem Öffnen der Verpackung sehr schnell verbrauchen.

Milch enthält viele gute Inhaltstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate und Vitamine. Einige Menschen haben aber eine Art Allergie gegen ganz bestimmte Inhaltsstoffe, sie bekommen von Milchprodukten ganz schlimme Bauchschmerzen.