Kindernachrichten

Reifen sind schwarz, weil sie immer Ruß enthalten

Ob Rot, Blau oder Grün, wir alle haben eine Lieblingsfarbe.

Vielleicht malt ihr euch jetzt schon euer späteres Traumauto aus. Egal welche Farbe der Lack haben wird, ob metallic oder nicht – die Farbe der Autoreifen wird immer dieselbe sein. Aber warum sind Autoreifen eigentlich immer schwarz?

Autoreifen bestehen aus Gummi, genauer gesagt aus Rohgummi. Es ist ganz weich und klebrig, so wie Kuchenteig. Und es ist auch hell, denn natürliches Rohgummi, auch Kautschuk genannt, ist ein Saft, der aus dem Kautschukbaum fließt, wenn man seine Rinde anritzt. Kautschukbäume wachsen in Südamerika.

Gibt man beim Teig Mehl hinzu und knetet, wird der Teig immer fester und klebt dann nicht mehr. Das Mehl bindet den Teig, es ist ein Bindemittel. Auch für das Rohgummi gibt es ein Bindemittel – Ruß. Dieser Ruß wird mit dem Rohgummi vermischt, und es entsteht eine feste Gummimischung. Diese Mischung für die Reifen wird in großen Fabriken hergestellt. Da das Rohgummi zum Herstellen von Autoreifen also schwarzen Ruß als Bindemittel braucht, sind die Autoreifen immer schwarz oder dunkelgrau.

Aber es gibt auch farbiges Gummi wie zum Beispiel bei gelben Gummistiefeln. Es ist also möglich, farbiges Gummi herzustellen. Gummistiefel gehen aber schnell kaputt, das darf bei Autoreifen nicht passieren. Der Ruß im Gummi der Autoreifen erhöht die Abriebfestigkeit, und so halten sie länger. Deshalb muss man als Bindemittel Ruß nehmen. Und weil der schwarz ist, sind Autoreifen auch immer schwarz. Deshalb können wir von farbigen Reifen nur träumen.