Kindernachrichten

Besteck war nicht immer zu dritt!

Ob Steak, Fisch, Nudeln oder Eis, für jedes Gericht gibt es heutzutage das passende Besteck.

Das war aber nicht immer so, denn Messer, Gabel und Löffel waren nicht immer zu dritt. Den Löffel gibt es aber schon sehr lange. Vor Urzeiten hat der Mensch eine ganz natürliche Löffelform benutzt, und zwar seine Hand. Damit wurde Wasser geschöpft und daraus getrunken. Heiße Suppe mit der Hand zu essen war jedoch schwierig, deshalb wurden Muscheln und Nussschalen genommen.

Messer gibt es auch schon seit Urzeiten. Die ersten Messer waren aber dazu da, wilde Tiere zu schlachten, zu zerlegen und sich selbst zu verteidigen. Lange Zeit brachte man sich sein eigenes Messer mit zu Tisch und nahm es nach der Mahlzeit auch wieder mit nach Hause. Die Gabel als Esswerkzeug galt in Europa noch bis ins 17. Jahrhundert als ein Werkzeug des Teufels, weil sie an einen Dreizack erinnerte.

Erst durch den französischen König Ludwig XIV begann man, Konfekt und Käse mit Gabeln zu essen. Von Frankreich aus verteilte sich der Gebrauch der Gabel in viele andere Länder. Damit war das Besteck komplett.

Heutzutage würde uns essen ohne Besteck sehr schwer fallen. In einigen Ländern wie Afrika oder Arabien gibt es aber Völker, die heute noch mit den Händen essen. In asiatischen Ländern wie China, Japan oder Korea werden oft Essstäbchen als Besteck verwendet.

Übrigens, auch heute werden noch neue Esswerkzeuge erfunden wie zum Beispiel der „Göffel“: Ein Löffel mit kurzen Zinken vorne dran, womit Spaghetti essen leichter gehen soll.