Derzeit seht ihr sie überall auf den Wochenmärkten, auf Feldern und im Supermarkt: Die leckeren Erdbeeren. Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, warum Erdbeeren rot sind und nicht grün wie die Pflanzenblätter?

Die Antwort ist ganz einfach: Wenn die Beeren reifen, entwickeln sie einen roten Farbstoff. Das geschieht in einem komplizierten chemischen Prozess im Inneren der Pflanze. Die Erdbeerpflanze nimmt Nährstoffe aus dem Boden auf und zerlegt diese. Das gibt ihr Kraft zum Wachsen. Einige Teile der Nährstoffe werden dabei neu zusammengesetzt, sodass die Stoffe Anthocyan und Kaempherol entstehen. Und die färben die Erdbeerfrüchte über Nacht so rot.

Diese rote Farbe nutzt die kleine Erdbeerpflanze übrigens, um auf sich aufmerksam zu machen. Denn dann sehen Tiere und Menschen von weitem, dass unter den Blättern leckere Früchte sind. Und die essen sie dann.

Die kleinen gelben Pünktchen auf der Erdbeere, die Samen, essen Tiere und auch Menschen gleich mit. Und wenn dann zum Beispiel ein Vogel eine Erdbeere gegessen hat und die Reste Stunden später ausscheidet, dann wird auch der Samen mit ausgeschieden. Dadurch kann dann eine neue Erdbeerpflanze an anderer Stelle aus der Erde wachsen. Und deshalb gibt es im nächsten Jahr auch wieder schöne rote Erdbeeren zum Naschen.