Kindernachrichten

Tabletten betäuben den Schmerz – wie geht das?

Kennt ihr das? Der Kopf dröhnt, jedes Geräusch ist zu laut und das Licht viel zu hell. Kopfschmerzen hatte wohl jeder von euch schon einmal.

Mehr als die Hälfte der Deutschen leidet manchmal an Kopfschmerzen. Helfen kann eine Kopfschmerztablette. Doch die landet im Magen und nicht im Kopf. Warum hilft sie trotzdem?

Alles, was ihr durch den Mund aufnehmt, landet im Magen. Dort wird alles, auch die Medikamente, von der Magensäure aufgelöst. Der Mageninhalt gelangt in den Dünndarm, wo die Magenwand die Medikamente aufnimmt, sodass sie in die Blutbahn gelangen. Über den Blutkreislauf verteilen sich die Wirkstoff in eurem ganzen Körper.

Der Wirkstoff in vielen Kopfschmerztabletten heißt Acetylsalicylsäure - abgekürzt ASS. Die Säure hilft aber nicht nur bei Kopfschmerzen, sondern auch bei Fieber und Gelenk- oder Rückenschmerzen. Im Gehirn gibt es keine Schmerzrezeptoren, jeder Schmerz wird aber erst dort bewusst wahrgenommen. Kopfschmerzen entstehen meistens in den Blutgefäßen, in der Schädeldecke oder den Hirnhäuten, also sehr nah an der Schmerzwahrnehmung. Die Säure setzt auch genau dort an, denn sie kann hier ihre volle Wirkung entfalten. Allerdings sorgt sie nur dafür, dass ihr den Schmerz nicht mehr wahrnehmt und lässt ihn nicht völlig verschwinden. Aber: Schmerztabletten solltet ihr nur nehmen, wenn eure Eltern euch dazu raten.

( (mm) )

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