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Chamäleons sind farbenfroh - aber stressanfällig

Habt ihr schon einmal ein Chamäleon gesehen? Die Tiere sind bekannt, weil sie über zwei besondere Fähigkeiten verfügen: Sie können bei Bedarf ihre Farbe wechseln, und sie haben eine irre lange und vor allem flinke Zunge.

Fangen wir mit dem Farbwechsel an, der zur Tarnung vor Feinden dient. Die oberste Hautschicht des Tieres besteht aus Schuppen. Von Zeit zu Zeit ist es gezwungen, seine oberste Haut zu wechseln, daher hat die Natur das Tier mit mehreren kleinen Muskeln darunter ausgestattet. Will das Chamäleon seine Farbe wechseln, muss es nur diese Muskeln anspannen. Schon kommt eine neue Hautschicht mit anderen Farbpigmenten zum Vorschein.

Die zweite bemerkenswerte Fähigkeit des Chamäleons ist der sogenannte Zungenschuss. Er dient dazu, blitzschnell kleine Beutetiere wie Insekten in den Mund zu ziehen. Die Zunge, die übrigens eineinhalbmal so lang werden kann wie das Tier selbst, ist mit zwei Gelenken ausgestattet, die das Chamäleon einfach nur nach vorn schieben muss.

Durch einen Sog am Zungenende zieht das Tier die Beute an. Beim Entspannen der Muskulatur schnellt die Zunge wieder in den Mund zurück. Der ganze Vorgang passiert in einer Zehntelsekunde, sodass die kleinen Tierchen kaum eine Chance haben, dem Chamäleon zu entkommen.

Das Chamäleon stammt ursprünglich aus Ostafrika, doch sein exotisches Aussehen macht es auch hierzulande immer beliebter. Das farbenfrohe Reptil ist jedoch von recht sensibler Natur und insgesamt eher empfindlich. Stress verträgt es sehr schlecht. Wer sich dennoch ein Chamäleon als Haustier halten will, sollte sich ausführlich informieren und auf einen vergleichsweise hohen Aufwand in der Tierhaltung und Tierpflege einstellen.