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Vorbild des Papstes lebte in Armut

Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass am Mittwochabend ein neuer Papst gewählt worden ist. Der 76-jährige Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien ist das neue Oberhaupt der katholischen Kirche. Bergoglio ist für seinen Einsatz für arme Menschen bekannt.

Jeder neue Papst darf sich einen Namen aussuchen, den er in seinem Amt tragen möchte. Jorge Mario Bergoglio hat sich den Namen Franziskus gegeben. Bergoglios Vorbild: der Heiligen Franz von Assisi. Der lebte von 1181 bis 1226 in Italien und soll alle Lebewesen geliebt und geachtet haben. So ist überliefert, er habe sogar zu Vögeln gepredigt und einen Wolf gezähmt, indem er ihn Bruder nannte und ihm versprach, für seine Nahrung zu sorgen.

Doch Franz von Assisi hatte sich nicht nur den Tieren, sondern auch den besonders armen Menschen versprochen. Obwohl er in einer reichen Familie aufgewachsen war, entschloss er sich dazu, ein Leben in Armut zu führen. Dafür wurde er von vielen Menschen bewundert. Mit einigen seiner Anhänger gründete Franz einen Orden. Ein Orden ist eine christliche Gemeinschaft. Die Ordensgesetze des sogenannten Bettelordens besagten, dass die Mitglieder keinerlei Besitz haben durften.

Zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franz von Assisi von dem damaligen Papst, Gregor IX, heiliggesprochen. Seitdem wird er in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.