Kindernachrichten

Jubiläum: Die Rolltreppe wird 120 Jahre alt

Für uns ist es heute ganz selbstverständlich, dass Rolltreppen uns von einer Etage in die andere bringen. Früher war das eine Sensation!

Beim Shoppen im Einkaufzentrum befördern euch Rolltreppen bequem von einer Etage in die andere. Die Benutzung einer Rolltreppe, die eigentlich Fahrtreppe heißt, ist für euch kein Abenteuer mehr. Vor 120 Jahren, als die erste Rolltreppe in Betrieb genommen wurde, war sie eine Sensation.

Das, was der Amerikaner Jesse W. Reno erfunden hatte, war aber eigentlich keine Treppe, sondern eher ein Fließband ohne Stufen. Das 13 Meter lange Band beförderte Reisende in der New Yorker Courtland Station. Wenige Monate später bekam Georg A. Wheeler ein Patent für ein Model mit beweglichen Stufen. Ihren weltweiten Durchbruch hatte die Rolltreppe im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris.

Die Fahrtreppe besteht aus einem Endlosband, an dem Stufen montiert sind. Dieses wird durch Zahnräder betrieben. Die Gummihandläufe an den Seitenbegrenzungen werden durch den gleichen Getriebemotor bewegt.

Die großen Kaufhausketten der Welt erkannten schnell den wirtschaftlichen Nutzen der Fahrtreppen und beteiligten sich finanziell an deren Weiterentwicklung. Moderne Rolltreppen befördern bis zu 10 000 Kunden pro Stunde. Mit herkömmlichen Aufzügen ist das nicht zu schaffen. Die Geschwindigkeit einer Rolltreppe beträgt durchschnittlich zwei bis drei Kilometer pro Stunde. Die längste Rolltreppe gibt es in Moskau, sie ist 126 Meter lang.

( (bja) )

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