Kino-Tipp

"Saturday Night Fever" als Wiederaufführung in vier Kinos

Weißer Anzug, schwarzes Hemd, schön aufgeknöpft: Die Rolle des Tony Manera war für John Travolta der Start zu einer Weltkarriere

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Weißer Anzug, schwarzes Hemd, schön aufgeknöpft: Die Rolle des Tony Manera war für John Travolta der Start zu einer Weltkarriere

Mit "Saturday Night Fever" fing alles an. Als der Film 1977 in die Kinos kam, wurde natürlich in den In-Diskotheken New Yorks schon die Nacht zum Tag gemacht, doch die weltweite Discowelle begann erst, als John Travolta als König der Tanzfläche auf der Leinwand erschien. Jetzt, mehr als 40 Jahre später, kommt "Saturday Night Fever" noch einmal in die Kinos – in einer neu digitalisierten Version ist der Film an diesem Montag im Passage Kino und den drei Hamburger UCI Kinowelten zu erleben.

Gerade mal drei Millionen Dollar kostete das Spektakel, das in der Folge etwa 235 Millionen US-Dollar einspielte. Nicht mitgerechnet die enormen Einnahmen der Textilindustrie, wollten doch Tänzer von Wuppertal bis Wien, von Liverpool bis Lyon so cool aussehen wie Tony Manera (Travolta) in seinem weißen Anzug. Und dann war da ja auch noch der Soundtrack, zu dem die Bee Gees einen großen Teil beitrugen. "Stayin' Alive", "Jive Talkin'", "More Than A Woman" und vor allem der wunderbare Schmachtfetzen "How Deep Is Your Love" haben Musikgeschichte geschrieben. Songs, die heute noch für wohlige Seufzer und proppevolle Tanzflächen sorgen. Auch Yvonne Ellimans "If I Can't Have You" ein Traum. Und Klassiker wie "Boogie Shoes" (KC and The Sunshine Band) oder "Disco Inferno" (The Trammps) sind eh unkaputtbar.

Dagegen kann die im Film erzählte Geschichte eines erhofften sozialen Aufstiegs natürlich nur abfallen. Im Mittelpunkt: der junge Italoamerikaner Tony Manero, der ein relativ trostloses Leben als Angestellter in einem Farbengeschäft führt und unter seinem streng katholischen Elternhaus leidet. Fluchtpunkt ist für ihn die Diskothek "2001 Odyssey" in Manhattan, in der er ein Star ist. Den Weg raus aus den eher ärmlichen Verhältnissen soll ein Tanzwettbewerb ebnen, bei dem dem Gewinnerpaar ein Scheck über 500 Dollar winkt. Klingt viel versprechend, doch private Probleme sorgen für Ablenkung vom großen Ziel. Das Fachmagazin "film-dienst" schrieb nach der Premiere, der Film vermittele überzeugend ein Stück authentischer Realität: "den Tanz und die Musik als Selbstverwirklichung, das Disco-Delirium als Lebensform".

"Saturday Night Fever" Mo 16.4, 18 Uhr im Passage und 20 Uhr in UCI Kinowelten Mundsburg/Othmarschen/Wandsbek, Karten in den jeweilige Kinos

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