Quarantäne-Kulturtipp

"Licht und Leuchten": Igor Levits Wohnzimmerkonzerte

Igor Levit war auch schon vor der Corona-Pandemie ein aktiver Twitter-Nutzer.

Igor Levit war auch schon vor der Corona-Pandemie ein aktiver Twitter-Nutzer.

Foto: Christoph Soeder/dpa

In Zeiten von Corona-Quarantäne, leeren Bühnen und "Social Distancing" teilt der Pianist Igor Levit seine Musik via Livestream.

Berlin/Hamburg. Hamburg übt sich im "Social Distancing", dazu gehören auch die öffentlichen Bühnen. Auf kulturelle Events verzichten muss man deshalb aber nicht. Der Pianist Igor Levit teilt seine Kunst aktuell über Twitter – mit so genannten "Hauskonzerten" im Livestream.

Diese starten – bis auf ein paar Ausnahmen - täglich zwischen 18 und 19 Uhr, auf Deutsch und Englisch begrüßt Levit dabei mehrere Tausend Zuschauer aus seiner Wohnung in Berlin.

"Es ist ein Experiment", schrieb er am 12. März zur Ankündigung der Onlineauftritte. "Bis wir uns alle wieder gemeinsam, real, nah beinander, versammeln und Kunst erleben können." Seitdem standen etwa Stücke von Beethoven und Schubert auf dem Programm.

Am gestrigen Mittwochabend verabschiedete sich Levit mit den Worten: "Es sind dunkle Zeiten. Licht und Leuchten zu bewahren ist existenziell. Schlaft gut. Bis morgen Abend."