Konzert-Tipp

Stelldichein der Legenden beim Superfest der Jazzstars

Solch einen Gipfel gibt es nicht alle Tage. Alles, was im Hamburger Jazz Rang und Namen hat, gibt sich beim 7. Superfest der Jazzstars im kleinen Saal der Laeiszhalle die Instrumente in die Hand. Und weil die vorherigen Gipfel so gut besucht waren, gibt es das Spektakel gleich zweimal hintereinander, am 7. und 8. Januar. An erster Stelle ist Abbi Hübner mit seinen Low Down Wizards zu nennen. Die Jazzlegende beging 2015 ihr 60. Bühnenjubiläum und wird an diesem Abend besonders geehrt.

Der 83-Jährige, mit bürgerlichem Namen Albert Charles Otto Hübner, gilt als der derzeit dienstälteste Hamburger Jazzmusiker. Seit mehr als 60 Jahren spielt der Trompeter New Orleans- und Oldtime- Jazz. Fast ebenso lange musiziert er mit seinen Low Down Wizzards, von deren achtköpfiger Ursprungsbesetzung immerhin noch vier auf der Bühne mitwirken.

Außerdem mit dabei beim Superfest: Peter Petrel mit seiner gestählten Blues-Stimme und sein langjähriger Weggefährte Gottfried Böttger, der bekannteste Pianist des Nordens. Petrel und Böttger wirkten gemeinsam in der legendären Hamburger Rentnerband mit. Einem großen Publikum wurde er aus der Talkshow „3 nach 9“ bekannt, wo er seit Beginn der Sendung 1974 bis 2014 an den Tasten saß. Die Hamburger Rentnerband landete seinerzeit den Preis gekrönten Hit „Hamburger Deern“. Böttger gilt als Experte für Boogie-Woogie und Ragtime.

Diese musikalische Vorliebe teilt er mit Abbi Wallenstein, der als Vorreiter der Hamburger Blues-Szene gilt. Der 71-Jährige tourte mit Größen wie Axel Zwingenberger, Joe Cocker und Fats Domino.

Es dürfte also ein lässig groovendes Stelldichein der Jazzgrößen werden. Schließlich kennt und schätzt man sich seit vielen Jahren. Durch den Abend führt der Radio- und TV-Moderator Andreas Ellermann.

7. Superfest der Jazzstars Sa 7.1., 20 Uhr, So 8.1., 17 Uhr, Laeiszhalle (kleiner Saal), Johannes-Brahms-Platz, Eingang Gorch-Fock-Wall, Karten ab 47,45