Konzert-Tipp

„Knack den Krebs“: Pop und Folk für den guten Zweck

Auch Sänger Hauke Horeis ist mit seiner Band Odeville, die sich im Jahr 2006 in Hamburg gründete, beim Mini-Festival am Neuen Kamp dabei

Auch Sänger Hauke Horeis ist mit seiner Band Odeville, die sich im Jahr 2006 in Hamburg gründete, beim Mini-Festival am Neuen Kamp dabei

Foto: dpa Picture-Alliance / rtn, frank dudek / picture alliance / rtn - radio t

Musik kann die Seele heilen und in schweren Zeiten trösten. Sie kann ein Ventil für Wut und Trauer sein, aber auch Freude schenken. Doch vor allem: Sie bringt uns anderen Menschen und uns selber nahe.

Diese Kraft befördert die Initiative „Knack den Krebs“, die 2013 in Hamburg gegründet wurde, gleich in doppelter Weise. Zum einen kommen für den guten Zweck zahlreiche Künstler der Pop- und Folk-Szene zusammen, um ihre Songs live darzubieten und gemeinsam mit dem Publikum das Leben zu feiern. Zum anderen fließen die Erlöse des Abends in die Musiktherapie auf der Kinderkrebsstation des UKE.

Wenn „Knack den Krebs“ diesen Donnerstag erneut zu seinem Mini-Festival ins Knust lädt, dann haben die acht Acts allesamt Songs dabei, die Zuversicht spenden, zugleich aber die Tragik von Krankheit und Verlust nicht verschweigen. „Und ich will, dass du weißt, / dass ich da bin und über dich wach’! / Weil du es wert bist, / Fliegen zu lernen“, singt etwa Hauke Horeis von der Hamburger Band Odeville in der Deutschpop-Nummer „Mein Lichtblick“. Und der Wiener Sänger Julian Le Play fragt zum warmen Folkpopsound nach denen, die einem in der Krise zur Seite stehen: „Wer schiebt dich an, / wenn du nicht mehr kannst? / Und wer ist dein Anker / wenn Wellen und Sturm sich in dir verfangen?“

Die Berliner Popband Berge wiederum plädiert dafür, den Moment zu nutzen. „Ich bin hier neben dir, alles andere ist egal / Wir sind frei und was bleibt ist ein kleines bisschen Zeit“, singt Marianne Neumann mit großer Selbstverständlichkeit und viel Gefühl in der Stimme. Und dieses „Knack den Krebs“-Konzert verspricht im besten Sinne emotionale Stunden. Unplugged und akustisch sind neben der einstigen ESC-Anwärterin Ann Sophie zudem die Künstler Benne, Gløde und Jonathan Kluth zu erleben.

In der Vergangenheit haben bereits Pohlmann, Cäthe, Jon Fleming Olsen, Stefan Gwildis und die NDR Big Band für die gute Sache aufgespielt. Traditionell führt Moderator Markus Riemann charmant und beherzt durch den Abend, der vom Falco Trio eröffnet wird. Klingt gut.

Charity-Konzert „Knack den Krebs“ Do 24.11., 20 Uhr, Knust, Neuer Kamp 30, Karten zu 18,85 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse