Konsum

Zahl der jungen Komasäufer im Norden geht zurück

Kind mit leeren Flaschen (Symbol)

Kind mit leeren Flaschen (Symbol)

Foto: imago/Westend61

Im vorigen Jahr kamen in Hamburg 168 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik. Weniger als 2015.

Hamburg.  Die Zahl der jugendlichen Komasäufer ist in Hamburg leicht gesunken. Im vorigen Jahr kamen 168 junge Menschen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,3 Prozent weniger als 2015, teilte die Krankenkasse DAK am Montag in Hamburg mit.

Bei den zehn bis 15-jährigen Mädchen war der Rückgang mit fast neun Prozent am größten. In dieser Altersgruppe kamen 52 Rauschtrinkerinnen in die Klinik, fünf weniger als im Vorjahr. Jungen trinken immer noch mehr als Mädchen. So landeten im vergangenen Jahr 99 junge Männer und 69 junge Frauen nach Alkoholmissbrauch in der Klinik. Während die Zahl der Männer im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent sank, gab es bei den Frauen einen Rückgang von rund vier Prozent.

Kampagne geht weiter

Die DAK kündigte an, ihre Präventionskampagne "bunt statt blau" 2018 fortzusetzen. Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren entwickeln dafür Plakate mit kreativen Botschaften gegen das Rauschtrinken. An der seit 2010 stattfindenden Kampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen bislang mehr als 87.000 junge Künstler teil.

Auch in Schleswig-Holstein sind im Vorjahr erneut weniger Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Jungen und Mädchen, die zur Flasche gegriffen und sich ins „Koma“ gesoffen haben, im Vergleich zum Jahr 2015 um 6,1 Prozent auf 661 Fälle, wie die DAK am Montag mitteilte. Darunter waren 376 Jungen.

Einen deutlichen Rückgang um rund 13 Prozent gab es demnach bei Mädchen und jungen Frauen, den größten (minus 14 Prozent) bei den fünfzehn bis unter 20-Jährigen. Im Langzeitvergleich stieg die Zahl der jugendlichen Komasäufer seit 2006 um 22 Prozent.