Leserbriefe

An das Hamburger Abendblatt,

Brieffach 2110, 20350 Hamburg

E-Mail: briefe@abendblatt.de

Taschenspielertricks

"Der Kunde spart, der Handel klagt", HA, 6. Februar

Der Handel hat offenbar nicht mit der Mündigkeit des Kunden gerechnet. Wer mit offenen Augen durch den Schlussverkauf geht, erkennt so manchen Euro-Taschenspielertrick der Einzelhändler. Diese wissen noch gar nicht, wie viel Vertrauen sie damit beim Konsumenten verspielt haben. Selbst verschuldet in Not geraten.

Matthias Lau, per E-Mail

Preistreiberei

Viele der Einzelhandelsmitglieder haben sich die Zurückhaltung der Kunden selbst zuzuschreiben. Die Preistreiberei im Zusammenhang mit der Euro-Umstellung hat viele Kunden stark verunsichert, die sich deshalb auch verständlicherweise zurückhalten. Wenn denn im Zusammenhang mit der Umstellung lange beabsichtigte Preiserhöhungen durchgeführt worden sind, wäre es ehrlicher gewesen, dies dem Kunden auch zu sagen und ihm das nicht "unterzujubeln".

Wolfgang Giehl, per E-Mail

Eigentor

Leider sind bei der Umstellung auf den Euro mit den Preisen die Gehälter und staatlichen Beihilfen für uns Otto Normalverbraucher nicht 1:1 mit angestiegen. Über sein Eigentor sollte der Einzelhandel nicht so jammern. Wer gierig ist, muss auch die Konsequenzen dafür tragen.

A. Ruesch, per E-Mail

US-Doktrin

"Ein Sheriff sucht Schurken", HA, 6. Februar

George W. Bush muss keine "Schurken" suchen: Die USA bekämpfen seit zehn Jahren die "Schurkenstaaten" Iran, Irak, Libyen, Syrien, Sudan, Kuba und Nordkorea. Der Kampf gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen gehört zur außenpolitischen Doktrin der USA. Obwohl die Clinton-Regierung 1999 den Begriff in "Sorgenstaaten" abgemildert hat, wird Irak, Iran und Nordkorea nukleare, chemische und biologische Aufrüstung unterstellt. Diese Politik wurde von Clinton hart durchgesetzt und ist in Europa umstritten. Die Solidarität mit Amerika nach dem 11. September scheint kurzlebig zu sein.

Dr. Friederich Mielke,

22149 Hamburg

Muskelspiel

Wer Muskeln hat, der lässt sie gern spielen. Leider bleibt bei diesem "Spiel" häufig der Verstand auf der Strecke. Da wächst in Iran seit einiger Zeit ein zartes Pflänzchen Liberalität, welches hoffen lässt, dass daraus einmal ein flächendeckender Wandel entsteht - und dann werden alle Hoffnungen und auch für uns sichtbaren Bestrebungen möglicherweise mit einem Schlag durch die Verlautbarungen des US-Präsidenten zunichte gemacht. Die Amerikaner (und wir alle auch) sind angetreten und aufgerufen, den Terrorismus zu bekämpfen. Arroganz der Stärke oder gar Ignoranz wird aber den Terrorismus nur fördern.

Hartmut Bunde, per E-Mail

Zivilcourage

"Bundeswehr treibt in unkalkulierbares Risiko", Hamburger Abendblatt, 30. Januar

Die Bundeswehr unterliegt zwar dem Primat der Politik, und ihre Soldaten drücken Loyalität unter anderem in Zurückhaltung in der Öffentlichkeit aus. Es ist nur bedauerlich, wenn diese Staatsbürger in Uniform immer erst dann die von oberster Führung propagierte Zivilcourage zeigen, wenn sie den Zusatz "a. D." - in diesem Fall Ex-Vier-Sterne-General Klaus Reinhardt - tragen. Wer, wenn nicht diejenigen, die Sachverstand haben und gegebenenfalls die Kastanien aus dem Feuer holen müssen, haben das Recht und die Pflicht, Schwächen aufzuzeigen und vor Schaden zu warnen?

Armin Göttsche, Hohenhorn

Auf Füße treten

Wenn der Herr Ex-General Reinhardt jetzt im Wahljahr der Opposition Schützenhilfe meint leisten zu müssen, indem er das veraltete Material unserer Bundeswehr (zu Recht!) kritisiert, muss er sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum er nicht bereits Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe auf die Füße getreten hat. Ob eine "Transall" oder anderes Gerät jetzt 30 oder in der vergangenen Legislaturperiode gerade mal 26 Jahre alt war, dürfte bei genauerem Hinsehen keinen so großen Unterschied ausmachen. Vielleicht ist der Sparkurs der Bundeswehr gar nicht so neu, wie der General a. D. uns weismachen will?

Helmut Willers, 20350 Hamburg

Ins Grundgesetz

",Hühnerskandal' beim ,Barbier'" HA, 2./3. Februar

Der von Ihnen geschilderte Vorfall im Bonner Theater ist ein eindrucksvoller Beleg für den skandalösen Mangel an Achtung gegenüber unseren Mitgeschöpfen. Auch wenn es sich hierbei "nur" um einen weiteren extremen Fall missbräuchlich genutzter "Freiheit der Kunst" handelt, verdeutlicht er die Notwendigkeit der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz.

Eckard Wendt, Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Tierhaltung

Dank

"Rolf Mares/Leben für die Kultur", Serie im Hamburger Abendblatt

Ich möchte einem hochverdienten Hamburger Kulturschaffenden, Rolf Mares, meinen herzlichen Dank sagen für sein Wirken an der Hamburgischen Staatsoper, dem Deutschen Schauspielhaus, Thalia Theater und Komödie Winterhuder Fährhaus. Seine Serienfolgen haben mir sehr viel gegeben.

Gerhard Fräbel, 21149 Hamburg

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