"LESERBRIEFE"

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Schandfleck

",Rote Flora' - CDU fragt: ,Wann reagiert Runde?'" Hamburger Abendblatt, 6. / 7. Mai Die "Rote Flora" im Schanzenviertel ist eigentlich schon lange keine Augenweide mehr für das nachbarliche Umfeld, und ich begreife nicht, dass eine Stadt mit angeblichem Weltformat so einen hässlichen Schandfleck als ständigen Brennpunkt für Krawalle noch stehen lässt. Bauwilligen Investoren für diese Gegend wurden oft dermaßen hohe Auflagen gesetzt, dass sie ihre Bauwilligkeit zurückzogen. H. Reiche, per E-Mail

Justizreform

"Im Namen des Volkes - Richter und Anwälte proben den Aufstand", Hamburger Abendblatt, 4. Mai Die Vorschläge von Justizministerin Herta Däubler-Gmelin sind gar nicht so schlecht. Durch die personelle Verstärkung der ersten Instanz kann eine Sache intensiver und zeitnaher gerichtlich behandelt werden. Alles wäre nicht so schwierig umzusetzen, gäbe es statt Wattebausch-Urteilen richtige Strafen und Exempel, an denen sich jedes Gesellschaftsmitglied orientieren kann. Stephan Rustien, 22111 Hamburg

Einsparungen

"Das neue Gesicht der Bundeswehr / Marktwirtschaft, Management, Privatisierung", Hamburger Abendblatt, 5. Mai Eine Privatisierung der Bundeswehr mag sektionsweise gewiss Vorteile haben, aber eine Vergabe von Großaufträgen an einzelne so genannte Generalunternehmer birgt doch immer Risiken in sich. Meines Erachtens ließe sich durch einschneidende Reformen auch vieles erreichen. Wozu benötigt zum Beispiel die zivile Bundesverwaltung im Zeitalter der modernen Kommunikationsmittel auch heute nach der erheblichen Reduzierung der Streitkräfte noch neben dem zentralen Bundeswehr-Verwaltungsamt sieben weitere Wehrbereichsverwaltungen mit je Hunderten von Beamten und Angestellten? Ließen sich diese nicht ganz abschaffen oder zumindest auf drei reduzieren? J. B. Burchard, 2609 Hamburg

Umschulungen

"Täglich 100 neue Anfragen", Hamburger Abendblatt, 4. Mai Die Green Card ist - wenn selbige so funktioniert wie z. B. in den USA - ein gutes Mittel, um befristet Personen in das Land zu holen. Mich stört, dass die Arbeitsämter horrende Summen für Umschulungen ausgeben, um angeblich neue Arbeitsplätze anbieten zu können. Diese Arbeitslosen sind dann für die Dauer der Schulung aus der Liste der Arbeitslosen heraus, kosten ein wahnsinniges Geld und erleben später, dass sie keine Chance in der neuen Branche haben. Ein Training "on the Job" mit einer Schulung - verbunden mit der Verpflichtung der Betriebe zur mittelfristigen Beschäftigung unter Gewährung von Zuschüssen - wäre eine Idee. Werner Kleint, 21035 Hamburg

Neue Dienstkleidung

"Uniform-Frust: Das Grün bleibt", Hamburger Abendblatt, 6. / 7. Mai In Zeiten knapper Kassen wären Innenminister und Polizei gut beraten, sich bei der Diskussion um neue Polizei-Uniformen auf Materialmix, Schnitt, Trageeigenschaften, Haltbarkeit und Funktionalität der Kleidung zu beschränken, um überhaupt die Chance einer sukzessiven Modernisierung zu erhalten, an Stelle zigmillionenschweren Umrüst-Aktionen wegen der "ungeliebten" Farbe das Wort zu reden. Dr. Michael Böttcher, per E-Mail

Krankmeldungen

"Fremdsprache für alle Drittklässler - Und Express-Abitur an 15 ausgewählten Gymnasien", Hamburger Abendblatt, 8. Mai Schleswig-Holsteins Schulministerin Ute Erdsiek-Rave hofft auf weniger Krankmeldungen, wenn sie "neue und junge" Lehrer einstellt. Wenn sie sich da mal nicht auf dem Holzweg befindet! Birgit Sedello, Lehrerin, 20251 Hamburg

Weitere Abschnitte

"Eine Straße für Radfahrer", Hamburger Abendblatt, 6. Mai Eine asphaltierte Fahrradstraße statt einer Pflasterstraße für die Velo-Route 1 - dank des Verkehrsausschusses Altona stimmt hier einmal alles. So wünscht sich's jeder Radler. Und dann auch noch kostengünstiger als die ursprüngliche Planung! Leider liegt der Abschnitt noch etwas einsam, und zumindest zwischen Hohenzollernring und Liebermannstraße müssten weitere Abschnitte geglättet und die zurzeit wegen der Bauarbeiten für die vierte Elbtunnelröhre gesperrte Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die A 7 wieder freigegeben werden. Aber spätestens dann werden Othmarschens Radfahrer mit Spaß nach Altona fahren. Dr. Frank Bokelmann, Hamburg-Nienstedten

Tiertransporte

"Rinder aus dem Zug gesprungen", Hamburger Abendblatt, 6. / 7. Mai Wer kontrolliert eigentlich diese schlimmen herzlosen Transporte der Rinder bis Ägypten? Ob es nicht so war, dass die armen Tiere vor Durst (bei dieser Luft und Hitze) durchgedreht sind und deshalb aus dem Zug gesprungen sind? Man könnte heulen! Ursula Osterhus, 20257 Hamburg

Diese Zuschriften geben lediglich die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen und orthografische Angleichung vorbehalten.

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