LESERBRIEFE

| Lesedauer: 4 Minuten

An das Hamburger Abendblatt, Brieffach 21 10, 20350 Hamburg

Mißmanagement

"Seeler feuert Trainer Magath", Hamburger Abendblatt, 20. Mal Wir sind erschüttert über das Verhalten des HSV- Vorstandes, der lieber seinen Trainer entläßt (und damit den Weg des vermeintlich geringsten Widerstandes wählt), statt seinen Angestellten klarzumachen, daß Arbeitsverweigerung zu einer Entlassung oder mindestens zur Gehaltskürzung führen kann. Die Spieler übersehen bei ihrer Arroganz, daß ihre Gehälter in erster Linie durch die Zuschauer bezahlt werden. Für die Hunderttausende von Mark, die die Herren Fußballer kassieren, kann der Zuschauer erwarten, daß sie alles für ihre Mannschaft geben. Sie sollten sich ein Beispiel an ihrem Trainer nehmen, der, ohne dafür trainiert zu haben, den hanse-Marathon mitgelaufen ist und auch ins Ziel kam. Sollte der HSV absteigen, wäre es schade um den Verein. Der Vorstand sollte dann die Konsequenzen aus seinem MLßmanagement ziehen und zurücktreten.

E. Wendland, K. Birke,

22179 Hamburg

Waffenfabrikant

"Der Titer kam mit einer Schrotflinte" und "Die Pump-Gun: Gegen die Waffe Ist Jeder machtlos", Hamburger Abendblatt, 21. Mal

Diese Waffe, die Pump- Gun, fällt schließlich nicht vom Himmel! Vielleicht sollte man fragen, wo und von wem solche Mordinstrumente hergestellt werden. Oder ist der Staat hier auch machtlos, da der Fabrikant wesentlich zum Bruttosozialprodukt beiträgt?

I. Schutt, 22397 Hamburg

Zu viele Poller

"Parkplatznot - wie lange noch", Hamburger Abendblatt, 14. Mal Selbstverständlich kann es in der Innenstadt niemals "genug" Parkplätze geben. In der Peripherie ist das anders: Unablässig werden in Wohngebieten durch künstliche Verenfiingen, häßlichen chnickschnack, Stahlbügel und Poller Parkplätze mutwillig zerstört. Man wird keinen Autobesitzer durch diesen Unsinn dazu bringen, sein Auto abzumelden.

Wer in Eppendorf wohnt und in Stellingen arbeitet, braucht mit Bahn oder Bus 40 Minuten, mit dem Auto zehn Minuten. Und wer regelmäßig nach 20 Uhr nach Hause kommt und dann keinen Parkplatz mehr findet, weil irgendwelche Touristen aus Ratzeburg oder Pinneberg die letzten freien Parkplätze verstopfen, wird schnell traurig. Freude dagegen kommt auf, wenn die "Freunde und Helfer" uns für den langen Arbeitstag mit einem Strafzettel belohnen.

Es sollte in der Peripherie über Anwohner-Parkausweise nachgedacht werden, wie sie sich z. B. in München-Haidhausen hervorragend bewährt haben. Dr. med. J.H Pietschmann, 22525 Hamburg

Tiefgaragen

Parkgebühren versuchen sehr viele Autofahrer zu umgehen. Die meisten Tiefgaragen in Wohngebieten sind gar nicht ausgelastet, weil sie leider viel Geld kosten.

Stefan Warda, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, 22701 Hamburg

Radverkehr

Jedes Auto steht im Durchschnitt über 23 Stunden pro Tag herum. Gleichzeitig fahren die meisten Autofahrer allein. Warum fördert man nicht massiv den Radverkehr, der nur einen Bruchteil des Platzes braucht? Markus Franke, Verkehrs- Planer, 20259 Hamburg

Umsteigen

"Die City verfügt über ein hervorragendes Netz von Bahn- und Busverbindungen", meint der Sprecher der Baubehörde. Fahren Sie einmal vom Gänsemarkt mit der U-Bahn Richtung Niendorf - dann umsteigen in den Bus 281: Den Bus sieht der Fahrgast nur noch von hinten.

Oder: Gänsemarkt mit der U-Bahn Richtung Wandsbek Gartenstadt umsteigen am Jungfernstieg Richtung S-Bahn Pinneberg. Die U-Bahn läuft unten ein, oben fährt die S-Bahn nach Pinneberg ein, und da es keine Rolltreppe gibt, hat man keine Chance, die S-Bahn zu bekommen. Man wartet also die nächste ab. Wo hat man hier einen Service? Heidi Wilsing, Halstenbek Diese Zuschriften geben lediglich die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: 1997