LESERBRIEFE

| Lesedauer: 4 Minuten

An das Hamburger Abendblatt, Axel-Springer-Platz 1, 2000 Hamburg 36

Organspende >t: Organe entn' und Nieren in Ost"' mit?" Hamburger '

tot: Organe, entnommen / Herz,

Organe von Unfallopfern dürfen bei unseren Nachbarn entnommen werden, wenn der Tote dies nicht ausdrückhch zu Lebzeiten abgelehnt hat. Vielen kann dort mit einem Organ geholfen werden, um weiterhin leben zu können. In der Bundesrepublik Deutschland benötigt man einen Spenderausweis, den leider nur wenife bei sich tragen. Wir haben über 0 000 Unfalltote im Jahr. Die österreichische Regelung - Entnahme ohne Zustimmung - wäre ein Lichtblick für alle auf eine Organspende Wartenden.

Dr. Hans Vogel, Fallingbostel

Robbenjagd .Norweger loteten 15000 Robben", Ham- Mirger Abendblatt, 13. August

Die norwegische Regierung hat den Robbenfang wieder zugelassen. Ganze Jagdflotten wurden ausgeschickt, um wehrlose Tiere zu Tausenden abzu-

Robbenfang ist in Norwegen erlaubt knallen. Diese Massenvernichtung der Robben verdient die Verachtung aller zivilisierten Menschen: keine Touristenreisen mehr in das Land der Robbenschlächter, keine Besuche von Weihnachtsbasaren norwegischer Kirchen, Boykott der norwegischen Erzeugnisse und Waren!

Edgar Wieske, Hamburg 63

mh Tempo 40", Hambur-

Autobahnring fehlt ?Hamburg beginnt mh Tempo '' ger Abendblatt, 6. September

Die Ausschüderung immer größerer Wohngebiete zu Tempo-30-Zonen führt zwangsläufig zu einem Kollaps der wenigen verbleibenden Hauptverkehrsstraßen. Hinzu kommt, daß ein Autobannring um Hamburg fehlt und ein Teü des Durchgangsverkehrs gezwungen wird, die Innenstadt zu durchqueren. Alternativen wie "autofreie Innenstadt" werden Utopie bleiben, da man Handel und Industrie nicht vertreiben kann und will, und die Innenstadt als reine Wohnstadt ohne Geschäfte wäre ja auch undenkbar, öde und langweihg. Bestenfalls ein kleiner Teil des Stadtkerns ließe sich einigermaßen autofrei halten, was das Problem nicht löst.

Eine spürbare Entlastung der Hauptverkehrsstraßen ist nur möghch mit dem erwähnten Autobahnring und einer Stadtautobahn, welche die Innenstadt kreuzungsfrei durchquert.

Dr. Klaus Heinrich, Ellerbek

Störende Musik

"Behörde schränkt Auftritte der StraSemnustkanten ein", Hamburger Abendblatt, 24. August

Straßenmusik, ist in fast allen FäUen nichts anderes als Bettelei. Da sich dafür nur Plätze mit starkem Fußgänferverkehr eignen, ist die Zahl der in Tage kommenden Stellen begrenzt. Stundenlang dringt dasselbe Repertoire, oft über Verstärker, in die Wohnung oder ins Büro. Wer soll dabei geistig arbeiten?

Vor Weihnachten wird es ganz besonders schlimm: So stand in den letzten Jahren von morgens bis abends vier Wochen lang ein Leierkastenmann vor meinem Fenster und machte "Musik".

Dietrich Landahl, Hamburg 90 Schlag ins Gesicht um mehr Arbeit: Entlas"enl" Hambur"ndbkm, 7. September 9"

Günter Blume, Angestellter der Gasversorgung in Hannover, wurde für seine - durch Gerichtsurteil untermauerte - Forderung nach einer seinem Gehalt entsprechenden Arbeit mit der fristlosen Kündigung bestraft. Dies ist zum einen ein weiterer eklatanter Beweis für die Verschwendung von Steuergeldern durch öffenthche Institutionen, zum anderen ein Schlag ins Gesicht für diejenigen Arbeitnehmer, die für ihr tariflich festgelegtes Gehalt auch entsprechende Zeit arbeiten müssen. Schließllch ist es ein Armutszeugnis für die Gasversorgung, die ihrem Angestellten Günter Blume "unternehmensschädigendes Verhalten" vorwirft, selbst jedoch nicht in der Lage zu sein scheint, eine vernünftige Personalpolltik zu betreiben.

S. Witthöft, Hannover

Vorsicht ist geboten "Ohne Drogen", teserbrlef von RoH v. Pan der, Hamburger Abendblatt, 7. September

Narconon ist ein sogenanntes Drogenentzugs- Verfahren, mit dem die Scientologen Drogenabhängige angeblich heüen wollen.

Bettina Machaczek, Hamburg 20

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: 1991