An das Hamburger Abendblatt, Kaiser-Wilhelm-Straße 6, 2000 Hamburg 36

LESERBRIEFE

| Lesedauer: 4 Minuten

Wie in Los Angeles

"Stiefkinder Im Verkehr - Radfahrer klagen Ober fehlendes Radwegenetz", Hamburger Abendblatt, IS. Januar

Sehr geehrte Damen und Herren, durch Straßenbau wird zusätzlicher Kraftfahrzeugverkehr angelockt, der wiederum neue Engpässe an anderen Stellen schafft, die wiederum neue Straßen erfordern, die zusätzlichen Verkehr anlocken. Wird dieser Kreislauf nicht unterbro-

chen, so wird Hamburg eines Tages wie Los Angeles bis zu zwei Drittel seiner Fläche vom Kraftfahrzeugyerkehr eingenommen, und trotzdem wird es wie Los Angeles die Fahrzeugmassen nicht bewältigen können. Wer möchte noch in einer solchen Stadt leben? Selbst ein Autohändler nicht.

Daher sollte Hamburg den Radverkehr und den öffentlichen Verkehr fördern und den Kraftfahrzeugverkehr durch Straßenbenutzungsgebühren nach Osloer Vorbild eindämmen. Durch diese Gebühr könnte wenigstens ein Teil der gigantischen sozialen Folgekosten des Kraftfahrzeugverkehrs von den Verursachern getragen werden.

Mit freundlichen Grüßen Georg Gärke, Hamburg 61

Dauerwerbung

"Warum Dohnanyi da* FAZ-Magazin stoppen IM". Hamburger Abendblatt, H./17. Januar Sehr geehrte Redaktion,

dauernd bringen Sie Statements für Hartmut Perschau, loben seine saubere (majorliche) Haltung, genüßlich werden seine Reden und Beiträge gegen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi gedruckt, und wie schön macht doch Ihr Blatt Dauerwerbung für die CDU.

Ihr genannter Aufmacher "Warum Dohnanyi das FAZ-Magazin stoppen ließ" ist auch so eine feine Sache. Da läßt sich doch genüßlich das nichtautorisierte Interview ausschlachten mit den unautorisierten Zitaten: "Ich gebe zu, ich habe mich um seine (Peter Rudolphs) Ablösung gekümmert." Und zur aktuellen Kulturpolitik: Die Presse hier hat

die ungewöhnliche Neigung, immer Keile zwischen Politiker und ihre Parteien zu treiben." Wie wahr, wie wahr. Auch unautorisiert. Trotz FAZ: "Unmittelbar vorder Auslieferung sind rechtlich begründet erscheinende Einwendungen gegen einen redaktionellen Beitrag erhoben worden. In der Kürze der Zeit konnten sie nicht mehr überprüft werden."

Also, das Hamburger Abendblatt hatte diese Bedenken nicht. Anscheinend konnten Sie das alles schnell überprüfen, oder ist Ihnen der unautorisierte Artikel schnell zugespielt worden?

Afit freundlichen Grüßen

Paul Wurster, Glinde

Auckland ist eine Stadt

.Die Frau am Südpol", Hamburger Abendblatt, 1". Januar

Sehr geehrte Damen und Herren, in der genannten Ausgabe berichten Sie u. a. von den Vorbereitungen der Expeditionsmitglieder in Neuseeland. Dabei wird berichtet, daß Vorbereitungen auf die Reise am "Mount Cook (Auckland)" durchgeführt wurden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, wo die jeweils erwähnten Gebiete tatsächlich liegen. Auckland ist eine größere Stadt auf der Nordinsel von Neuseeland. Der Mount Cook dagegen liegt auf der Südinsel und ist ein einziger Berg in den Südalpen von Neuseeland. Mit freundlichem Gruß

Frank Rost, Seevetal 1

Beamten-Bezüge

"Auch Baoart" soIIm kOmrtratM", Hoaburg*r Abendblatt, U. Januar

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist unstreitig, daß bei der Festsetzung der Bezüge für die Beamten im Jahre 1957 ein Versorgungsabschlag in Höhe von sieben Prozent gemacht wurde. Wenn Arbeitnehmer heute in das Beamtenverhältnis - insbesondere in den einfachen und mittleren Dienst - übernommen wurden, hatten sie vielfach ein geringeres Netto-Einkommen als vorher.

Mit freundlichen Grüßen Ernst Hansen, Hamburg 70

Bis Volksdorf

.UMrtrogllch", UMibrtof, HaMborgw Abendblatt, IS. Januar

Sehr geehrte Damen und Herren nicht nur in den Eibvororten ist der Fluglärm unerträglich geworden. Bis nach Volksdorf ist das Starten der Düsenflugzeuge zu hören. Zusätzlich nerven trotz Nachtflugverbotes tieffliegende Propeller-Flugzeuge mit durchdringendem Geräusch bisweilen sechsmal in der Stunde den schlaflosen Bürger. Diesen Terror möchte der Lärmschutz-Beauftragte der Umweltbehörde, Telefon: 508 23 48, gern beenden. Die betroffenen Bürger brauchen doch nur zu telefonieren!

Afit freundlichen Grüßen Klaus Fangerow, Hamburg 67

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