Partei

Rechtsextrem: "III. Weg" radikalisieren sich über Kampfsport

Miguel Sanches
Ein Anhänger der rechtsextremen Splitterpartei "III. Weg" bei einer Nazi-Demonstration in München im April 2021.

Ein Anhänger der rechtsextremen Splitterpartei "III. Weg" bei einer Nazi-Demonstration in München im April 2021.

Foto: Alexander Pohl / imago-images

Die Bundesregierung warnt vor Radikalisierung der rechtsextremen Partei "III. Weg" über Kampfsport. Die FDP fordert zum Handeln auf.

Berlin. Die Bundesregierung hat vor der zunehmenden Militanz der rechtsextremen Partei "III. Weg" gewarnt. Das Training von Parteimitgliedern im Kampfsport birgt laut Bundesinnenministerium "zumindest ein abstraktes Gefährdungspotenzial, insbesondere im Zuge möglicher Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner", heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, die unserer Redaktion vorliegt.

Diese würden zwar grundsätzlich nicht aktiv gesucht, "durch ein martialisches und austrainiertes Erscheinungsbild wird jedoch die eigene Wehrbereitschaft gegenüber Dritten vermittelt".

"III. Weg" radikalisieren sich - FDP fordert Maßnahmen

Die FDP forderte die Bundesregierung auf, gegen den "III. Weg" vorzugehen und ein Verbot oder ein Stopp der staatlichen Finanzierung zu prüfen. Angesichts der jüngsten Aktionen der Organisation geht der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle "von einer wachsenden Militanz" aus. Damit sei "eine Grenze überschritten". Der "III. Weg" verbreite offen eine hasserfüllte völkische Ideologie und schrecke auch nicht vor Mordaufrufen zurück.

Laut Innenministerium ist der Kampfsport ein wichtiges Element der Ideologie der Partei. Sie habe eigens eine Arbeitsgruppe "Körper und Geist" gegründet. Nach eigener Aussage der Partei sei die Arbeitsgruppe "Teil einer Bewegung zur völkischen Wiedergeburt unserer Nation".

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Politik