Debatte

An der Mesut-Özil-Straße hängt jetzt sein Foto mit Erdogan

Die Plakate, die zur Mesut-Özil-Straße weisen, werden ausgetauscht. Der Özil im Nationaltrikot weicht dem berüchtigten Foto mit Staatspräsident Erdogan.

Die Plakate, die zur Mesut-Özil-Straße weisen, werden ausgetauscht. Der Özil im Nationaltrikot weicht dem berüchtigten Foto mit Staatspräsident Erdogan.

Foto: STRINGER / REUTERS

Plakate ausgewechselt: In Devrek ersetzt der Bürgermeister das alte Özil-Foto durch das umstrittene Erdogan-Bild.

Istanbul.  Mesut Özil zusammen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan statt im deutschen Nationaltrikot: In Devrek, dem Heimatbezirk von Özils Familie am Schwarzen Meer, hat der Bürgermeister am Dienstag ein Plakat mit dem Bild des Fußballers austauschen lassen.

Auf dem Schild, das zur Mesut-Özil-Straße weist, ist nun in Großformat das umstrittene Foto von Özil und Erdogan angebracht, wie das Sekretariat in Devrek der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor zierte die Straße ein Bild mit Özil im deutschen Nationaltrikot.

Bürgermeister in gleicher Partei wie Erdogan

Die Straße in Devrek wurde im Jahr 2012 nach Özil benannt. Bürgermeister Mustafa Semerci sagte der Nachrichtenagentur DHA, „Mesut Özil ist unser Stolz.“ Er habe „mit Bedauern“ verfolgt, was mit Özil passiert sei. „Er hat der deutschen Nationalmannschaft einen wichtigen Dienst erwiesen.“ Semerci gehört der islamisch-konservativen AKP Erdogans an.

Özil hatte am Sonntag seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Er beklagte Rassismus -Erfahrungen und warf DFB-Funktionären vor, sie hätten seine türkischen Wurzeln nicht respektiert. (dpa)

Seehofer zu DFB-Özil-Affäre: Es gibt nur Verlierer

Bundesinnenminister und Sportminister Horst Seehofer (CSU) hat sich im Rahmen einer Pressekonferenz auch zum Rücktritt von Nationalspieler Mesut Özil geäußert.
Seehofer zu DFB-Özil-Affäre: Es gibt nur Verlierer


© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.