Schnelltest

Berliner Fetisch-Club Kitkat ist nun ein Corona-Testzentrum

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Wie sicher sind Corona-Schnelltests?

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Seit diesem Freitag kann man sich im Berliner Kitkat-Club nach Anmeldung testen lassen. Viele andere Berliner Clubs wollen nachziehen.

Berlin.  Der Kitkat-Club in Berlin Mitte ist nun ein Corona-Testzentrum . Mit den Worten „Kommt nackt & seid wild” verkündeten die Betreiber des Fetisch- und Techno-Clubs Anfang der Woche, dass sie ab diesem Freitag Corona-Schnelltests anbieten werden.

Das Nackt- und Wildsein ist jedoch wohl nicht ganz ernst gemeint – man habe Angst, gleich als illegale Party zu gelten, schreiben die Betreiber auf Facebook . Die Tests gibt es aber wirklich. Sie werden begleitet von einer Ärztin und von medizinisch geschultem Personal direkt im Club in der Köpenicker Straße durchgeführt, heißt es weiter.

Und das lockte am Freitag auch direkt viele Berliner an. Die lange Warteschlange reichte um das ganze Gebäude – Bilder, die eher an vergangene ausschweifende Partynächte im Kitkat erinnern.

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Berliner Club bietet Corona-Schnelltests für 25 Euro an

Wer sich auf das Coronavirus testen lassen möchte, muss sich vorab online anmelden . Statt wie gewohnt in Latex, Leder und anderem Fetisch-Fummel wird der Eintritt nur mit Mund-Nasen-Schutz und vorgezeigtem QR-Code gewährt. Ein Test im Kitkat kostet knapp 25 Euro . Das Ergebnis sollten die Besucher nach 25 Minuten erhalten. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich selbstständig isolieren und einen PCR-Test beim Hausarzt durchführen.

Nach dem derzeitigen Teil-Lockdown wollen auch andere Berliner Clubs nachziehen. „Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern dass sich die Menschen wieder freier bewegen können“, sagte der Sprecher der Clubkommission, Lutz Leichsenring , am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Geplant seien Nachbarschaftszentren, in denen sich Ausgehwillige schnell und kostengünstig testen lassen können, bevor sie Restaurants, Bars oder auch die Oma besuchen, sagte Leichsenring. Die Clubs böten dafür genügend Platz.

Software soll Ergebnis auch für Restaurants und Bars sichtbar machen

„Räume, die man gerade für nichts anderes nutzen kann, für solche Zwecke zu nutzen, liegt ja irgendwie auch nahe“, kommentierte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) die Idee. Geplant sei es, Tests für weniger als 20 Euro in Kombination mit einer Software anzubieten, die die Ergebnisse auch für Bars und Restaurants ersichtlich macht. „Es wird aber keine Datenkrake sein“, so Leichsenring.

Noch sei unklar, wie aussagekräftig die Tests seien, aber um einen schönen Abend zu verbringen, böten sie eine gewisse Sicherheit . Das Interesse unter den etwa 300 Mitgliedern in der Clubkommission, sich zu beteiligen, sei groß. Auch etwa 400 Personen mit einer medizinischen Ausbildung hätten sich bereit erklärt, mitzuarbeiten, so Leichsenring. (bef/dpa)