Ermittlungen

Versuchte Brandstiftung: RKI-Gebäude in Berlin angegriffen

RKI-Präsident: Corona-Maßnahmen "konsequent beherzigen"

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat die Corona-Situation in Deutschland als "sehr ernst" bezeichnet. Es bestehe jedoch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte Wieler in Berlin. "Wir sind nicht machtlos", sagte er mit Blick auf das Verhalten aller Bürger.

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Brandanschlag auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts: Unbekannte warfen in der Nacht zum Sonntag Brandsätze gegen die Fassade.

Berlin. In der Nacht zum Sonntag hat es einen Brandanschlag auf das Robert Koch-Institut in Berlin gegeben, teilte die Polizei am Sonntagvormittag mit. Dem Bericht zufolge haben Unbekannte Brandsätze gegen die Fassade des Nebengebäudes im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg geworfen. Verletzt wurde laut Polizeiinformationen niemand.

Gegen 02.40 Uhr habe ein Sicherheitsmitarbeiter eine Gruppe von Personen entdeckt, die Flaschen auf das Gebäude geworfen hätten. „Dabei soll auch eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen sein. Die Flammen konnte der Mitarbeiter löschen“, heißt es vonseiten der Berliner Polizei. Die Verdächtigen seien entkommen – die Ermittlungen laufen allerdings bereits.

Versuchte Brandstiftung: Polizei schließt politische Hintergründe nicht aus

Da bei der Attacke die Gesundheitsbehörde anvisiert wurde, die als zentrale Autorität für die Covid-19-Pandemie zuständig ist, schloss die Polizei im ersten Statement politische Hintergründe nicht aus. Ermittelt wird wegen versuchter Brandstiftung – die Untersuchungen hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.

Ein Statement von Sprechern des Robert Koch-Instituts, dessen Hauptgebäude im Nordwesten Berlins liegt, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus. (day/dpa)

RKI – Weitere Neuigkeiten vom Robert Koch-Institut in Berlin