Filmfestival

Gewinner der Berlinale 2019 – Goldener Bär für „Synonymes“

Nadav Lapid (Israel), Regisseur des Films „Synonymes (Synonyms)“ freut sich über den Goldenen Bär der Berlinale 2019. Foto:

Nadav Lapid (Israel), Regisseur des Films „Synonymes (Synonyms)“ freut sich über den Goldenen Bär der Berlinale 2019. Foto:

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Der Goldene Bär geht an den israelischen Regisseur Nadav Lapid. Einen silbernen Bären erhielt ein deutscher Film.

Berlin.  Den Goldenen Bären für den Besten Film der 69. Berlinale hat der israelische Regisseur Nadav Lapid ist für seinen Film „Synonymes“ erhalten. Das gab die Internationale Jury unter Leitung der französischen Schauspielerin Juliette Binoche am Samstag bei der Gala im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz bekannt.

Die französisch-israelisch-deutsche Produktion erzählt die Geschichte eines jungen Israelis in Paris, der so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden möchte. Der Streifen erzählt von den Schwierigkeiten, neue Wurzeln zu bilden.

Den Silbernen Bär/Großer Preis der Jury erhielt der französische Streifen „Grace a Dieu“ („Gelobt sei Gott“). Der Film widmet sich dem aktuellen Prozess gegen Kardinal Barbarin, Erzbischof von Lyon, der viele Jahre den sexuellen Missbrauch Minderjähriger deckte.

Film „Systemsprenger“ bekommt Silbernen Bären

Beim Silbernen Bären/Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet, entschied sich die Jury für „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt. Der deutsche Film erzählt die Geschichte eines neunjährigen Mädchens, mit dem alle pädagogischen Systeme überfordert sind.

Den Silbernen Bär für die Beste Regie vergab die sechsköpfige Internationale Jury unter Vorsitz von Juliette Binoche ebenfalls nach Deutschland: Ihn erhielt Angela Schanelec für die deutsch-serbische Produktion „Ich war zuhause, aber“. Der Film handelt vom Verschwinden eines 13-jährigen Schülers.

Die beiden Silbernen Bären für die Beste Darstellerin und den Besten Darsteller sprach die sechsköpfige Internationale Jury den Leistungen im chinesischen Film „So Long My Son“ („Di jiu tian chang“) zu. Geehrt wurden Yong Mei und Wang Jingchun.

Den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch erhielten die Autoren Claudio Giovannesi, Mauricio Braucci und Roberto Saviano für den italienischen Streifen „La paranza dei bambini“ über eine Jugendbande in Neapel. Der Silberne Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set-Design ging an Rasmus Videbaek für den skandinavischen Film „Out Stealing Horses“ („Pferde stehlen“/“Ut og stjaele hester“) über ein merkwürdige Begegnung im winterlichen Norwegen.

Die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin waren die letzten unter der Leitung ihres langjährigen Direktors Dieter Kosslick. Gezeigt wurden in den zurückliegenden zehn Tagen rund 400 Filme aus 74 Ländern. Ursprünglich sollten davon 17 um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Der chinesische Beitrag „One Second“ von Zhang Yimous musste jedoch kurzfristig vom Programm gestrichen werden. Das Motto der diesjährigen Berlinale lautete „Das Private ist politisch“. (les/epd)