Filmfestival

Berlinale eröffnet: Blitzlichtgewitter für viele Stars

Vorhang auf für die 69. Berlinale

Bei der Eröffnungsgala am Donnerstagabend in Berlin versprach Langzeit-Direktor Dieter Kosslick gute Filme, große Schauspieler und gutes Essen. Zum Auftakt wurde das international produzierte Drama „The Kindness of Strangers” gezeigt, in dem Andre...

Vorhang auf für die 69. Berlinale

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Die Berlinale wird mit „The Kindness of Strangers“ eröffnet. Wie immer sind nationale und internationale Stars nach Berlin gereist.

Berlin.  Die Berlinale ist offiziell eröffnet, doch schon seit dem späten Nachmittag tummeln sich nationale und internationale Stars auf dem roten Teppich in Berlin.

Am Potsdamer Platz zeigte sich etwa Juliette Binoche, Vorsitzende der Jury, ebenso wie AndyMcDowell oder die deutschen Schauspielerinnen Iris Berben, Nora von Waldstätten, Veronica Ferres und Heike Makatsch.

Direktor der Berlinale ist dieses Jahr zum letzten Mal Dieter Kosslick. Der 70-Jährige kam wie gewohnt mit Hut und rotem Schal. Eröffnet wird die Berlinale mit dem Film „The Kindness of Strangers“ von der Dänin Lone Scherfig. Der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller hielt die Eröffnungsrede. Anke Engelke führt durch den ersten Berlinale-Abend.

Dieter Kosslick ist zum letzten Mal Direktor

Sibel Kekilli („Gegen die Wand“, „Game of Thrones“) gab Autogramme. Zu den Gästen gehörten außerdem der Schauspieler Lars Eidinger, Sänger Marius Müller-Westernhagen, Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, die Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“.

Die Gala wurde gewohnt unterhaltsam von der Schauspielerin und Komikerin Anke Engelke moderiert. Mit ihrem bekannten Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch amüsierte sie die Premierengäste. Das letzte Jahr sei so schnell vorbeigegangen, sagte Engelke - „acht neue Star-Wars-Filme“, „zwölf Rücktritte von Seehofer“.

Kosslick habe es geschafft, die Berlinale „aus dem Tiefschlaf“ zu wecken, sagte Iris Berben am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Er habe auch dem deutschen Film wieder eine Plattform gegeben. Für Marius Müller-Westernhagen war es ein wehmütiger Abend. „Es geht so eine Ära zu Ende in Berlin.“

Und Kosslick selbst? Der 70-Jährige gab sich wie stets fröhlich. Ob er schon Wehmut spüre? „Wehmut kommt in zehn Tagen. Wenn wir dasselbe nochmal machen zum Schluss“, sagte er vor Beginn der Gala in einem Fernsehinterview, bei dem er wie gewohnt mit Hut und rotem Schal auf dem roten Teppich stand. Momentan sei er einfach nur gespannt. „Nee nee, noch kein Wehmut.“ Nach seinen vielen Jahren als Festivaldirektor würde er sagen: Mission erfüllt. „Es hat alles gut geklappt.“ Es gehe darum, den Leuten Lust zu machen, ins Kino zu gehen.

Die Berlinale gilt neben den Festspielen in Cannes und Venedig als eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt. (dpa/aba)