Hilfsbereitschaft

1260 Euro Spenden nach Aushang von bestohlener Berlinerin

In Berlin ist eine Frau bestohlen worden und hat sich anschließend in einem Aushang an den Täter gerichtet. Nun wurde für sie gespendet.

In Berlin ist eine Frau bestohlen worden und hat sich anschließend in einem Aushang an den Täter gerichtet. Nun wurde für sie gespendet.

Foto: imago

Eine bestohlene Mutter richtete sich per Aushang schimpfend an den Täter. „Notes of Berlin“ sammelte daraufhin Spenden. Mit Erfolg.

Berlin.  Erfolg für den Spendenaufruf bei „Notes of Berlin“: Für eine alleinerziehende Mutter, die an Nikolaus Opfer eines Taschendiebs geworden war, sind bereits 1260 Euro Spenden zusammengekommen. Das teilte „Notes of Berlin“ am Freitag mit.

Ihren Ärger über den Täter hatte die Frau auf Aushängen an Berliner U-Banhöfen kundgetan. Nun bedankte sie sich auf gleiche Weise – per aufgehängten Dankesschreiben – bei den Spendern.

„Liebe Berliner, ihr seid überwältigend!“

Ein Foto des mit dem Namen Sabine unterzeichneten Briefs ist am Donnerstagabend auf dem Blog „Notes of Berlin“ veröffentlicht worden. „Liebe Berliner, ihr seid überwältigend!“, ist auf dem Aushang zu lesen. Weiter dankte sie den Spendern für deren „komplett unerwartete Großzügigkeit“.

In dem ersten Aushang, der auf dem Blog veröffentlicht wurde, beschimpfte die Frau einen Taschendieb in wüsten Worten. Dieser habe ihr Papiere und Monatskarte für Bus und Bahn gestohlen und verteuere damit die Weihnachtszeit.

Mutter will Großteil der Spenden weiterleiten

Daraufhin meldeten sich bei Blogbetreiber Joab Nist zahlreiche hilfsbereite Leser. Sie überwiesen bis Freitag rund 1260 Euro, wie Nist mitteilte. Nach Angaben des Bloggers will die Frau aber nicht das ganze Geld für sich – sie will ihre Papiere ersetzen, was sie rund 300 Euro koste, und den Überschuss einer Mütterinitiative überlassen. Auf diese Weise sollen dann auch andere alleinerziehende Mütter profitieren.

Eine Frage blieb offen: Mangels der Daten des mutmaßlichen Opfers sei nicht zu prüfen, ob es den Diebstahl wirklich gegeben hat, hieß es bei der Polizei. (dpa/jei)