Fußball-WM

Auf diese WM-Stars kommt es an diesem Wochenende an

Mit Polen unter Druck: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski.

Mit Polen unter Druck: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski.

Foto: firo

An diesem Wochenende stehen viele Teams am Scheideweg. Wir geben einen Überblick: Wer kann sich freuen? Wer muss schon packen?

Essen. Aber bitte mit Sané: Schalkes Fans drücken am Sonntag bei der Fußball-WM in Russland ihrem Neuzugang Salif Sané besonders die Daumen. Der Abwehrspieler trifft um 17 Uhr mit dem Senegal in Gruppe H auf Japan. 1,96-Meter-Hüne Sané ist auch dann der große Defensiv-Hoffnungsträger für die Afrikaner.

WM 2018 in Zahlen
WM 2018 in Zahlen

Während der Senegal, Belgien und England ihren zweiten Gruppensieg perfekt machen wollen, beginnt bei den Polen das große Zittern. Nach der 1:2-Auftakt-Pleite gegen den Senegal droht der Mannschaft um Bayern-Star Robert Lewandowski gegen Kolumbien das vorzeitige Aus. Auf wen es in den Spielen besonders ankommt, verrät unser Überblick

Senegal: Salif Sané will Geschichte schreiben

Her mit dem nächsten Gegner! Salif Sané, Abwehrspieler der Senegalesen, hat keine Angst vor großen Namen. Nachdem er zum Gruppen-Auftakt Polens Robert Lewandowski ausschaltete, wartet am Sonntag (17 Uhr/ARD) in Gruppe H jetzt Japan mit dem wendigen Dortmunder Shinji Kagawa. Sané cool: „Ob Lewandowski oder wer auch immer: Sie machen mir keine Angst.“ Dem Senegal werden von allen teilnehmenden afrikanischen Mannschaften die besten Chancen eingeräumt, im Turnier weit zu kommen. „Wir sind eine neue Generation, wir wollen unsere eigene Geschichte schreiben. Das Potenzial ist da“, sagt Sané. Gleiches gilt für Gegner Japan, der zum Auftakt 2:1 gegen Kolumbien gewonnen hat. Zusätzliche Motivation gab es für Kagawa & Co. durch den Trainingscamp-Besuch von Prinzessin Hisako Takamado.

Polen: Alles hängt an Robert Lewandowski

Normalerweise serviert bei Bayern München der eine (James) die Bälle für den anderen (Robert Lewandowski). Doch bei der WM ist alles anders. Die Bayern-Stars treffen am Sonntag (20 Uhr/ARD) als Gegner aufeinander. Zwar zwickte die linke Wade bei James, aber die medizinische Abteilung will den Techniker rechtzeitig fit bekommen. Für James und Lewandowski heißt es je nach Spielausgang: Einer muss packen. Bei den Polen ruhen erneut alle Hoffnungen auf Lewandowski. Allerdings muss beim Routinier und beim gesamten Team eine deutliche Steigerung her. „Es gab keine Unterstützung für ihn. Er wurde von den Pässen abgeschnitten“, mäkelte Polens Ikone Grzegorz Lato nach der Auftakt-Pleite. Kolumbiens Radamel Falcao lässt das unbeeindruckt, er warnt: „Polen hat einen Torjäger, der zu jedem Zeitpunkt explodieren kann.“

Belgien: Eden Hazard ist der Wichtigste

Er hat eine Mannschaft mit Top-Stars wie Kevin De Bruyne oder Romelu Lukaku – doch einen hebt Belgiens Trainer Roberto Martinez heraus. Auch beim Spiel der Roten Teufel in der Gruppe G gegen Tunesien an diesem Samstag (14 Uhr/ARD) hängt vieles von Eden Hazard ab. „Eden ist in einer großartigen Phase seiner Karriere. Er ist Kapitän, er ist im richtigen Alter, er schießt Tore“, lobt ihn sein Trainer. Deshalb setzt er ihn direkt hinter der Spitze ein und nimmt den 27-Jährigen damit in die Pflicht. Noch konnte Hazard bei einer WM nicht treffen, gegen Panama legte er ein Tor auf. Sollte das gegen Tunesien besser klappen und Belgien gewinnen, steht der Geheimfavorit so gut wie im Achtelfinale. Für Tunesien hingegen ist das Spiel bereits die letzte Chance aufs Weiterkommen.

England: Kane will die Vorentscheidung

Englands Topstürmer Harry Kane bereitet seinem Trainer Gareth Southgate Sorgen. Denn Southgate stürzte unter der Woche beim Joggen und kugelte sich die Schulter aus. Der Arzt des Trainers empfahl, beim Jubeln nicht die Arme in die Luft zu reißen. Schmerz und Freude liegen also beim Spiel gegen Panama am Sonntag (14 Uhr/ARD) eng beieinander. Denn Kane, Doppeltorschütze beim 2:1 gegen Tunesien, könnte für Schmerzen bei seinem Trainer sorgen – und gleichzeitig für Freude über den finalen Schritt ins Achtelfinale. Vorausgesetzt, Belgien gewinnt gegen Tunesien. Panama dagegen hofft nach dem ordentlichen Auftritt gegen Belgien aufs erste WM-Tor. Doch Trainer Hernan Dario Gomez bleibt realistisch: „Die Partie wird genauso schwierig.“