Torwart des FC Luzern

Homophobe Äußerung: Disziplinarverfahren gegen Marius Müller

Torwart Marius Müller 2017 bei einem Training von RB Leipzig.

Torwart Marius Müller 2017 bei einem Training von RB Leipzig.

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Luzern. Die Schweizer Fußballliga Swiss Football League (SFL) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Torhüter Marius Müller eröffnet.

Hintergrund ist eine homophobe Äußerung von Müller nach der Niederlage seines Vereins, des FC Luzern, gegen den FC St. Gallen am 13. August. Müller hatte sich anschließend in einem Fernsehinterview abfällig über die Verteidiger seiner Mannschaft geäußert, die sich wegdrehten statt in den Ball zu gehen. Dabei benutze er das Wort «schwul» abfällig. Die Sätze hatten in sozialen Medien Empörung ausgelöst.

«Der Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League eröffnet aufgrund der Aussagen in einem TV-Interview nach Niederlage gegen den FC St. Gallen (4:1) ein Verfahren gegen den Torhüter des FC Luzern, Marius Müller», teilte die Liga mit. «Bis zur Veröffentlichung eines allfälligen Urteils werden keine weiteren Informationen bekanntgegeben.»

Der FC Luzern entschuldigte sich auf Twitter für das Verhalten seines Torwarts. Seine Aussage entspreche weder den gelebten Werten des Vereins noch seiner Fans, teilte er mit. Müller selbst schloss sich auf Instagram der Entschuldigung seines Vereins an. Die Aussage sei dumm und komplett deplatziert gewesen.

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