Niederländischer Fußball

Irische Nationaltrainerin Pauw mit Vergewaltigungsvorwürfen

Die deutsche Trainerin Martina Voss-Tecklenburg (l) unterhält sich mit der irischen Trainerin Vera Pauw.

Die deutsche Trainerin Martina Voss-Tecklenburg (l) unterhält sich mit der irischen Trainerin Vera Pauw.

Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Hamburg. Die niederländische Fußball-Trainerin Vera Pauw erhebt schwere Vergewaltigungsvorwürfe gegen frühere Mitarbeiter des niederländischen Verbandes KNVB.

Sie sei als junge Spielerin vor 35 Jahren vergewaltigt worden, schrieb die aktuelle Trainerin der irischen Frauen-Nationalmannschaft bei Twitter.

Später seien zwei weitere sexuelle Übergriffe von zwei anderen Tätern hinzugekommen. «Alle drei Männer waren zur Zeit der Vorfälle innerhalb des niederländischen Fußballs beschäftigt», fügte die heute 59-Jährige an. Nachdem der KNVB auf fünf Meldungen der Vorfälle nicht zufriedenstellend reagiert habe, hat Pauw nach eigenen Angaben die niederländische Polizei informiert.

KNVB reagiert schriftlich

Gegenüber der niederländischen Zeitung «NCR» nahm der KNVB schriftlich Stellung. Dabei hieß es: «Leider wurde Vera in der Vergangenheit mit einer Reihe von (Einschätzungs-)Fehlern und schädlichen Kommentaren von (ehemaligen) KNVB-Mitarbeitern konfrontiert.» Man wolle «sobald wie möglich» mit Pauw und auch intern sprechen: «Damit wir handeln können.»

In den vergangenen 35 Jahren sei ihr Leben mit Schmerz gefüllt gewesen, schrieb Pauw. Viele Menschen hätten sie als «eine toughe Frau gesehen, die es an die Spitze einer Männerwelt geschafft hat. Nichts kann weiter von der Wahrheit entfernt sein.»

Unterstützt wird Vera Pauw von ihrem Arbeitgeber. Man haben ihr «jede Unterstützung angeboten, die sie auf persönlicher oder professioneller Ebene braucht», teilte die Football Association of Ireland (FAI) mit.

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