WM-Qualifikation

Schreckmoment für DFB-Tross: Flieger muss zwischenlanden

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Der Flug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde in der Nacht auf Donnerstag nach Edinburgh umgeleitet.

Der Flug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde in der Nacht auf Donnerstag nach Edinburgh umgeleitet.

Foto: Screenshot Flightradar24.com

Die Maschine der Nationalmannschaft musste nach dem 4:0 in Island ihren Flug in Schottland unterbrechen.

Edinburgh. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei ihrer Rückreise aus Island eine Zwischenlandung im schottischen Edinburgh einlegen müssen. Dies gab der DFB via Twitter bekannt. "Uns geht's gut. Sicherheitscheck an der Maschine läuft", teilte der Verband mit, ohne näher auf die Umstände einzugehen.

Ein Ersatzflieger sei auf dem Weg nach Schottland, um die Delegation abzuholen und alle Spieler und Betreuer nach Frankfurt bzw. München zu bringen, teilte der DFB um 10.30 Uhr deutscher Zeit mit. Mit neun Stunden Verspätung erreichte die Nationalmannschaft mit der Ersatzmaschine dann den Zielflughafen Frankfurt/Main.

„Das war weder spektakulär noch eine Notlandung, was der genaue technische Grund war, kann ich auch nicht sagen. Wir haben von etwaigen technischen Problemen nichts mitbekommen“, berichtete der Co-Interimspräsident des DFB, Rainer Koch, dem SID.

In einem ersten Tweet um 6.07 Uhr deutscher Zeit hatte der DFB bereits über eine „sichere Zwischenlandung als Vorsichtsmaßnahme“ informiert: "Safety first." Aus Edinburgh sei nun eine "individuelle Weiter- und Rückreise geplant."

Der Grund für die Unterbrechung des Rückfluges vom WM-Qualifikationsspiel auf Island nach Deutschland weiter unklar. DFB-Sprecher Jens Grittner teilte am Donnerstagmorgen mit, dass es aber „keine Turbulenzen“ gegeben habe und auch „nichts Medizinisches“ für die Landung der Chartermaschine in Schottland verantwortlich sei. Es wird ein Problem am Flugzeug vermutet. Aktuell laufe noch „ein Check-Protokoll, um alles auszuschließen“.

Nicht alle DFB-Profis an Bord der Maschine

Der DFB hob erneut hervor, dass es „allen“ Mitreisenden aus dem DFB-Tross gut gehe. Der Verband organisiere gerade die Rückreisen von Spielern, Trainern und Betreuern und prüfe sämtliche Optionen. Es herrsche keine Aufregung in der Gruppe, wurde außerdem versichert.

Nicht alle Akteure des 4:0-Sieges vom Mittwochabend in Reykjavik befanden sich an Bord der Maschine mit Ziel Frankfurt am Main. Die England-Profis um Timo Werner und Ilkay Gündogan sollten individuell zu ihren Vereinen zurückreisen. Auch das Bayern-Trio Manuel Neuer, Serge Gnabry und Joshua Kimmich hatte es vorgezogen, am Donnerstagmorgen mit einer Linienmaschine direkt von Reykjavik nach München zurückzufliegen.

Neuer sagte der Deutschen Presse-Agentur am Flughafen, dass es für ihn persönlich „für die Regeneration“ angenehmer sei, nachts zu schlafen und dann direkt zu fliegen. „Das war für uns besser“, sagte er nach dem Check-In am Flughafen. Der Kapitän hatte auch über eine Chatgruppe der Nationalelf Kontakt mit den Kollegen in Edinburgh.

Der Flug der deutschen Nationalmannschaft von Reykjavik nach Edinburgh lässt sich auf der Seite hier nachvollziehen.

Ursprünglich hatte ein Direktflug das Team von Bundestrainer Hansi Flick von Reykjavik nach Frankfurt am Main bringen sollen, wo der Flieger um 5.50 Uhr deutscher Zeit hätte landen sollen. (fs mit sid)

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