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Das Olympische Feuer ist erloschen: Spiele in Tokio beendet

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Mit einem Feuerwerk endete die Abschlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele. Kurze Zeit später erlosch in Tokio das Olympische Feuer.

Mit einem Feuerwerk endete die Abschlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele. Kurze Zeit später erlosch in Tokio das Olympische Feuer.

Foto: dpa

Die Olympischen Sommerspiele sind am Sonntag zu Ende gegangen, das Olympische Feuer ist erloschen. Mehr dazu im Newsblog.

Tokio/Essen. Die Olympischen Spiele in Tokio sind beendet. IOC-Präsident Thomas Bach sprach um 22.07 Ortszeit die traditionelle Schussformel. Nur wenig später, um 22.14 Uhr erlosch das Olympische Feuer, das in 180 Tagen bei den umstrittenen Winterspielen in Peking wieder entzündet wird. Gastgeber der nächsten Sommerspiele 2024 ist Paris. In unserem Newsblog informieren wir Sie über die wichtigsten Ereignisse des letztenTages.

Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Tokio hat begonnen

Begleitet von einem kleinen, friedlichen Protest hat am Sonntag die Schlussfeier der Olympischen Spiele in Tokio begonnen. Rund um das Nationalstadion der japanischen Hauptstadt hatten sich etwa 50 Aktivistinnen und Aktivisten versammelt. „No Olympics“ war auf einem Plakat zu lesen. Dem kleinen Protest stand ein Großaufgebot der Polizei gegenüber. Aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen waren nur wenige Personen innerhalb des Olympiastadions zugelassen.

Zweiter Coronafall im deutschen Team

Am Schlusstag der Olympischen Spiele in Tokio hat es einen zweiten Coronafall im deutschen Team gegeben. Susanne Wiedemann, Teilmannschaftsleiterin Moderner Fünfkampf, wurde positiv getestet. Das Ergebnis des täglichen Antigen-Tests wurde beim PCR-Test bestätigt. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Sonntag bekannt. Wiedemann war mit dem Fünfkampf-Team im Olympischen Dorf untergebracht und musste nun ins Quarantänehotel.

Im vierten Anlauf: US-Volleyballerinnen gewinnen erstmals Olympia-Gold

Die US-amerikanischen Volleyballerinnen haben sich bei ihrer vierten Finalteilnahme erstmals Olympia-Gold gesichert. Die Weltranglistenersten bezwangen in der Ariake Arena den Peking- und London-Sieger Brasilien mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:14).

Bronze gewann der Weltmeister und Rio-Zweite Serbien durch ein deutliches 3:0 (25:18, 25:15, 25:15) gegen die Überraschungsmannschaft aus Südkorea. Dadurch verpasste Südkorea die erste Medaille seit Bronze 1976 in Montreal. Rio-Olympiasieger China war bereits in der Gruppenphase gescheitert.

Siebtes Gold in Serie: Auch US-Basketballerinnen triumphieren

Einen Tag nach dem Männer-Team haben auch die amerikanischen Frauen ihr nächstes olympisches Gold im Basketball gewonnen. Die favorisierte US-Auswahl besiegte im Finale in der Saitama Super Arena in Tokio Gastgeber Japan souverän mit 90:75 (50:39). Erfolgreichste Werferin am Sonntag war Brittney Griner mit 30 Punkten. Es war der siebte Olympia-Titel in Serie für die US-Basketballerinnen und ihr neunter insgesamt. Am Samstag hatten schon ihre Landsmänner um NBA-Star Kevin Durant durch ein 87:82 (44:39) gegen Frankreich zum 16. Mal Olympia-Gold gewonnen - und zum vierten Mal nacheinander.

Mehrere Bänderrisse: Verletzter Karateka Horne muss operiert werden

Karateka Jonathan Horne hat bei seinem Vorrunden-Aus bei den Olympischen Spielen in Tokio am Samstag mehrere Bänderrisse im rechten Ellenbogen erlitten. Das ergab eine MRT-Untersuchung in Tokio am Sonntag, wie der Sportdirektor des Deutschen Karate Verbandes, Christian Grüner, mitteilte. „Durch das Ausrenken des Ellenbogengelenks wurde der Bandapparat und auch der Muskelansatz Oberarm/Unterarm in Mitleidenschaft gezogen“, berichtete Grüner. Horne müsse nach seiner Abreise aus Japan operiert werden und könne nach etwa sechs bis acht Wochen wieder mit dem Training beginnen.

Bahnrad-Sprinter Levy verpasst Medaille im Keirin

Maximilian Levy hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben eine Medaille im Keirin verpasst. Der 34-Jährige aus Cottbus musste sich am Sonntag im Finale des Kampfsprints mit Platz sechs begnügen. Olympiasieger wurde der Brite Jason Kenny vor Mohd Awang aus Malaysia und dem Niederländer Harrie Lavreysen.

Sorgen um Klosterhalfens Gewicht: „Konstanzes Zustand sehr stabil“

Dünner als gesund? Nach dem Auftritt der deutsche Spitzenläuferin Konstanze Klosterhalfen im olympischen 10.000-m-Rennen von Tokio hat Chefbundestrainerin Annett Stein auf besorgte Stimmen reagiert und den Zustand der 24-Jährigen als nicht bedenklich bezeichnet.

„Wir arbeiten eng mit den Ärzten in den USA zusammen“, sagte Stein am Sonntag: „Unsere Verbandsärztin kennt Konstanze schon lange und schätzt ihren Zustand als sehr stabil ein.“

Bahnrad-Ass Hinze verpasst Bronze im Sprint

Die dreifache Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze hat bei den Olympischen Spielen die Bronze-Medaille im Sprint verpasst. Die 23 Jahre alte Cottbuserin verlor das kleine Finale am Sonntag auf der Bahn in Izu in zwei Läufen gegen Lee Wai-Sze aus Hongkong. Olympiasiegerin wurde die Kanadierin Kelsey Mitchell durch ein 2:0 gegen die Ukrainerin Olena Starikowa, die Lea Sophie Friedrich (Dassow) im Viertelfinale ausgeschaltet hatte.

Trotz Mihambos Gold: Deutsche Leichtathleten mit Olympia-Abschneiden unzufrieden

Goldener Triumph durch „Nerven-Wunder“ Malaika Mihambo, Überraschungssilber durch Geher Jonathan Hilbert und Diskuswerferin Kristin Pudenz - aber auch herbe Enttäuschungen wie jene von Speer-Favorit Johannes Vetter: Die deutschen Leichtathleten haben bei Olympia in Tokio ein großes Auf und Ab erlebt. Trotz einiger Ausreißer nach oben fiel die Gesamtbilanz des riesigen DLV-Teams doch ein wenig ernüchternd aus.

„Medaillenmäßig haben wir das Ergebnis von Rio erreicht“, sagte Chefbundestrainerin Annett Stein am Sonntagmorgen: „Aber wenn wir das auf Grundlage der Chancen bewerten, die wir hatten, können wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein.“ Zweimal Gold und einmal Bronze hatte es 2016 in Brasilien gegeben, nun wurden es einmal Gold und zweimal Silber. „Wir haben mehr Potenzial gehabt“, sagte Stein.

Fünfkampf-Trainerin Raisner über Vorwürfe nach Reit-Drama: „Zu hart“

Fünfkampf-Trainerin Kim Raisner hat sich nach ihrem Olympia-Ausschluss gegen Tierquälerei-Vorwürfe zur Wehr gesetzt, bereut aber ihre Wortwahl. „Ja, im Nachhinein kann man vielleicht sagen, das war zu harsch“, sagte die Bundestrainerin der Deutschen Presse-Agentur bei den Sommerspielen in Tokio. Die Kritik an ihrem Verhalten sei aber insgesamt „zu hart“ gewesen.

Kipchoge holt erneut Marathon-Gold - Ringer auf Platz 26

Weltrekordler Eliud Kipchoge hat zum zweiten Mal den olympischen Marathon gewonnen und damit mit dem legendären Abebe Bikila sowie Waldemar Cierpinski gleichgezogen. Am letzten Tag der Sommerspiele von Tokio triumphierte der 36 Jahre alte Kenianer in 2:08:38 Stunden vor dem Niederländer Abdi Nageeye (2:09:58) und dem Belgier Bashir Abdi (2:10:00), beide in Somalias Hauptstadt Mogadishu geboren.

Kipchoge siegte im olympischen Außenposten Sapporo noch deutlicher als vor fünf Jahren in Rio, als sein Vorsprung 1:10 Minuten betragen hatte. Vor ihm hatten der Äthiopier Bikila (1960 und 1964) und Cierpinski für die DDR (1976 und 1980) den Doppelerfolg geschafft.

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