Handball-WM

Spielmacher mit eindrucksvollem Wurf – Suton ersetzt Strobel

Ab Mittwoch wieder für Deutschland im Einsatz: Tim Suton.

Ab Mittwoch wieder für Deutschland im Einsatz: Tim Suton.

Foto: dpa

Nun ist es offiziell: Tim Suton wird den verletzten deutschen Spielmacher bei der Handball-WM ersetzen. Schon gegen Spanien soll er spielen.

Köln. Die deutschen Handballer haben sich vorzeitig für das WM-Halbfinale qualifiziert. Doch der Preis des 22:21-Erfolgs gegen Kroatien im zweiten Hauptrundenspiel war hoch: Für Spielmacher Martin Strobel ist das Turnier zu Ende. Der 32-Jährige war in der neunten Minute ohne Einwirkung des Gegners zu Boden gegangen und direkt ins Krankenhaus gebracht worden.

Das vordere Kreuz- und das Innenband im linken Knie sind gerissen, Strobel wird in den kommenden Tagen operiert. “Es hat mich leider hart erwischt. Aber ich wünsche den Jungs für das weitere Turnier, dass sie ihren Weg gehen”, sagte der Mann vom Zweitligisten Balingen-Weilstetten. “Das ist schlimm. Die Mannschaft schenkt ihm die Halbfinalteilnahme”, sagte Bundestrainer Christian Prokop.

Suton gegen Spanien einsatzfähig

Neu ins Team stößt nun der vor dem letzten Testspiel aussortierte Tim Suton. Der 22-Jährige vom Bundesligisten TBV Lemgo gilt wie Strobel als klassischer Spielmacher mit einem guten Auge für seine Mitspieler. Zudem verfügt er über einen eindrucksvoll-harten Wurf. Suton stößt im Verlauf des Tages zum WM-Team. “Er wird heute eintreffen, so dass er gegen Spanien einsatzfähig ist”, sagte Prokop. “Die Überlegung war nur von kurzer Dauer. Wir sind überzeugt, dass er uns weiterhilft."

Im abschließenden Hauptrundenspiel geht es am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) gegen die Spanier, anschließend steht am Freitag das Halbfinale in Hamburg an. Damit hat das Nationalteam nach zwei Wechseln nur noch eine weitere Tauschmöglichkeit.

Stephan: "Suton ist die logische Wahl"

Die Spanier haben keine Chance mehr auf den Halbfinaleinzug, für Suton ist dies also eine gute Möglichkeit, sich einzuspielen. “Er hat alle Lehrgänge mitgemacht, kennt also Team und Systeme. Das ist die logische Wahl”, sagte auch der einstige Welthandballer Daniel Stephan im Gespräch mit dieser Redaktion. Die WM ist für Suton seine Turnier-Premiere. In bislang acht Länderspielen erzielte er zwölf Tore. (Gold)