Handball-WM

Andreas Wolff kritisiert ZDF-Reporter vor laufender Kamera

21.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Handball: WM, Kroatien - Deutschland, Hauptrunde, Gruppe 1, 2. Spieltag in der Lanxess Arena. Deutschlands Torwart Andreas Wolff reagiert während des Spiels. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

21.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Handball: WM, Kroatien - Deutschland, Hauptrunde, Gruppe 1, 2. Spieltag in der Lanxess Arena. Deutschlands Torwart Andreas Wolff reagiert während des Spiels. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Marius Becker / dpa

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht im WM-Halbfinale. Doch Torhüter Andreas Wolff ärgerte sich über einen ZDF-Reporter.

Köln. Eigentlich hatte Andreas Wolff ja gute Laune, schließlich war der Handball-Torhüter gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft gerade ins Halbfinale eingezogen. Durch den 22:21 (11:11)-Erfolg über Kroatien. Doch Wolff kritisierte einen ZDF-Reporter vor laufender Kamera, als er kurz nach dem Ende der Partie in der Halle interviewt wurde.

Hintergrund war ein Interview kurz zuvor mit dem Kroaten Domagoj Duvnjak, der spielt mit Wolff gemeinsam in einer Mannschaft – beim THW Kiel. Duvnjak war der Ärger über die Schiedsrichter-Entscheidungen anzusehen, außerdem sagte er vor dem Interview noch "lächerlich". Deswegen fragte der ZDF-Reporter mehrmals nach, ob sich Duvnjak über die Schiedsrichter geärgert habe. Der Kroate wollte aber nichts dazu sagen.

Wolff nahm ihn in Schutz. Der Torhüter sagte: "Der hat Pech gehabt. Sie haben mit 4:0-Punkten die Vorrunde abgeschlossen und dann muss er sich noch, ich habe das gerade im Ohr gehört, so blöde Fragen gefallen lassen." Und weiter: "Es gibt, glaube ich, nichts Schlimmeres für einen Sportler, als so unglücklich zu verlieren. Und wenn man dann noch so einen an die Backe gelabert bekommt, dann ist die Frustration natürlich hoch. Ich kann das nachempfinden. Er ist so ein feiner Kerl."

Deutschland hatte die Kroaten niedergekämpft

Zuvor hatte die deutsche Mannschaft die Kroaten niedergekämpft. Es war eine packende, eine dramatische Partie bei dieser Handball-Weltmeisterschaft in Köln. "Das war heute eine ganz harte Prüfung", sagte Bundestrainer Christian Propkop, "so eine Drucksituation zu bestehen, darauf bin ich unheimlich stolz". Fabian Wiede meinte: "Danke Köln, jetzt fahren wir nach Hamburg."

Das Halbfinale der deutschen Nationalmannschaft findet am Freitag in Hamburg statt. Die deutschen Handballer haben nun die große Chance, in das Finale in Herning in Dänemark einzuziehen. (las)