Interview

André Hahn: "Ich war beim HSV nicht glücklich"

André Hahn.

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André Hahn.

Nach einem schwierigen Jahr in Hamburg hat der Rechtsaußen in Augsburg zu alter Stärke gefunden. Im Interview erklärt er, warum.

Mönchengladbach.. Von 2014 bis 2017 hat André Hahn das Trikot von Borussia Mönchengladbach getragen. Dann wechselte er zum Hamburger SV, erlebte dort den ersten Bundesliga-Abstieg des Klubs. Im Interview verrät er, warum der HSV-Wechsel für ihm trotzdem keine Fehlentscheidung war – und was er am FC Augsburg schätzt.

Herr Hahn, wie fühlen Sie sich?

André Hahn: Mir geht es gut. Wir haben am Wochenende gut gespielt. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte.

Was zeichnet den FC Augsburg aus?

André Hahn: Es ist immer schön, dass wir positiv überraschen können. Wir sind eine eingeschworene Truppe. Wir kämpfen, zeigen Mentalität.

Waren das Gründe für Ihren Wechsel nach dem schwierigen Jahr beim HSV?

André Hahn: Ja, ich wusste, was ich hier bekomme. Hier ziehen alle an einem Strang. Die Stimmung ist sehr gut, sehr positiv. Dann kann man auf dem Platz auch mutig spielen, weil man keine Angst hat, einen Fehler zu machen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Gladbach?

André Hahn: Ich kenne noch sehr viele Leute dort, habe guten Kontakt zur Borussia. Und ich habe sehr schöne Erinnerungen an die Zeit. Es ist ein toller Verein.

Warum haben Sie Gladbach trotzdem den Rücken zugekehrt?

André Hahn: Ich hatte damals ein sehr offenes Gespräch mit Trainer Dieter Hecking. Er hat mir gesagt, dass sie mich sehr gerne da hätten, ich mich aber erstmal hinten anstellen müsse. Wir haben zu der Zeit nicht international gespielt, ich hatte also keine großen Chancen auf Einsätze. Im Nachhinein gab es dann natürlich viele Verletzte, aber das konnte ich vorher ja nicht wissen.

War es ein Fehler, zum HSV zu wechseln?

André Hahn: Es war keine Fehlentscheidung. Ich war nicht glücklich dort, das ist kein Geheimnis. Aber ich konnte aus dieser Zeit lernen und habe mich weiterentwickelt.

Ist Gladbach ein größerer Verein als Augsburg?

André Hahn: Ja, aber Augsburg hat sich toll weiterentwickelt. Die Spanne ist deutlich kleiner geworden. Hier wird einfach gute Arbeit geleistet.

Erleben wir nach dem Geis-Foul nun wieder den echten André Hahn?

André Hahn: Nein, ich hatte auch vorher schon wieder eine gute Phase. Es gibt immer Zeiten, in denen es besser läuft, und Zeiten, in denen es schlechter läuft. Das ist normal. Es ist einfach wichtig, dass man sich als Mensch wohlfühlt.

Welches Ziel haben Sie mit Augsburg?

André Hahn: Wir wollen erstmal den Klassenerhalt schaffen. Jetzt freue ich mich auf die Partie gegen Gladbach.

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