Nationalmannschaft

Gomez tritt aus dem DFB-Team zurück – und erntet dafür Lob

Mario Gomez konzentriert sich auf die Bundesliga.

Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts/Getty Images

Mario Gomez konzentriert sich auf die Bundesliga. Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts/Getty Images

Das war's: Auf Facebook verkündet Mario Gomez seinen Rücktritt aus dem DFB-Team. Der Stürmer lässt sich jedoch eine Hintertür offen.

Stuttgart. Torjäger Mario Gomez tritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der gab der 33 Jahre alte Stürmer von Bundesligist VfB Stuttgart am Sonntag bei Facebook bekannt.

"Meine Zeit in der Nationalmannschaft war sportlich nicht immer einfach, nicht immer erfolgreich und doch wunderschön! Nun ist es aber an der Zeit, Platz zu machen und den vielen jungen und hochtalentierten Jungs die Möglichkeit zu geben, ihren Traum zu erfüllen, sich zu beweisen, Erfahrungen zu sammeln und das Beste für Deutschland zu erreichen", schrieb Gomez.

Er absolvierte insgesamt 78 Länderspiele und erzielte dabei 31 Tore. Nach dem WM-Desaster in Russland ist Gomez der zweite Nationalspieler, der seinen Rücktritt erklärt. Zuvor hatte Mesut Özil seinen Abschied aus der DFB-Auswahl verkündet.

Gomez lässt Hintertür offen

Gomez nahm an zwei Weltmeisterschaften (2010 und 2018) und an drei Europameisterschaften (2008, 2012, 2016) teil. Sein Größter Erfolg war dabei Platz zwei bei der EM vor zehn Jahren in Österreich und der Schweiz. Eine kleine Hintertür ließ er sich offen. "Nur wenn der Trainer in zwei Jahren bei der EM aus unwahrscheinlichen Gründen Bedarf sieht und ich mich auch wirklich noch in der Verfassung fühle, helfen zu können, werde ich dann selbstverständlich bereitstehen", teilte Gomez mit.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke hat den Stuttgarter Stürmer Gomez für die Art und Weise seines Rücktritts gelobt. "Wie er das rübergebracht hat, zeigt, was für eine Persönlichkeit Mario ist", sagte Reschke am Sonntag. Bereits vergangene Woche im Trainingslager des VfB Stuttgart im bayerischen Grassau habe er mit Gomez über das Thema gesprochen, erzählte Reschke. "Das ist typisch Mario Gomez. Nicht, dass er uns bei dieser Geschichte um Rückmeldung gebeten hat, weil es seine persönliche Entscheidung ist, sondern dass wir in jeder Phase informiert waren." (dpa/sid)

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