Fußballer des Jahres

Toni Kroos ist "Fußballer des Jahres" – auch Heynckes geehrt

Toni Kroos ist "Fußballer des Jahres 2018".

Foto: Getty Images

Toni Kroos ist "Fußballer des Jahres 2018". Foto: Getty Images

Der Mittelfeldstratege von Real Madrid setzte sich gegen einen kurz vor der WM ausgebooteten Nationalmannschaftskollegen durch.

München. Champions-League-Sieger Toni Kroos von Real Madrid ist zu Deutschlands Fußballer des Jahres 2018 gewählt worden. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler erhielt bei der vom Fachmagazin "kicker" organisierten Wahl durch Deutschlands Sportjournalisten erstmals die meisten Stimmen (185) und trat die Nachfolge des 2014er-Weltmeisterkapitäns Philipp Lahm an.

Naldo und Tedesco vorne dabei

Den zweiten Platz belegte der Freiburger Nils Petersen (39) vor dem Brasilianer Naldo von Schalke 04 (38).

Olympiasiegerin und Nationalmannschafts-Kapitänin Dzenifer Marozsan (105 Stimmen) von Olympique Lyon wurde zum zweiten Mal in Folge zur Fußballerin des Jahres gekürt. Bayern Münchens Meister-Coach Jupp Heynckes wurde als Trainer des Jahres gewählt (91 Stimmen) knapp vor Schalke-Coach Domenico Tedesco (89).

"Es ist und bleibt eine schöne Auszeichnung. Fußballer des Jahres – das ist ein Preis, den man nicht so einfach bekommt – und vor allem auch nicht jeder", sagte Kroos. Für sich sieht er "eine schöne Bestätigung für den Weg, den man als Fußballer gewählt und die Entscheidungen, die man dabei getroffen hat".

Maroszan "Fußballerin des Jahres"

Heynckes reagierte überrascht: "Ich freue mich sehr, dass ich von den Fachjournalisten zum Trainer des Jahres gewählt worden bin. Mein großes Kompliment gilt aber auch jenen, die nicht für mich gestimmt haben, weil es in der Bundesliga viele gute junge Trainer gibt, die diese Ehrung genauso verdient hätten – und natürlich auch Christian Streich in Freiburg."

Maroszan konnte als dritte Spielerin nach Birgit Prinz (zwischen 2001 und 2008 Seriengewinnerin) und Inka Grings (2009 und 2010) ihren Titel erfolgreich verteidigen. "Wow, das ist natürlich eine Ehre, zu dieser Reihe ehemaliger Topspielerinnen zu gehören", sagte sie dem kicker.

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