WM 2018

Argentinien hält vorerst an Nationaltrainer Sampaoli fest

Jorge Sampaoli steht vorerst weiter an der Seitenlinie bei Argentiniens Nationalelf

Jorge Sampaoli steht vorerst weiter an der Seitenlinie bei Argentiniens Nationalelf

Foto: firo

Trotz der blamablen Vorstellung bei der Weltmeisterschaft in Russland darf der umstrittene Coach weitermachen.

Buenos Aires. Argentiniens heftig umstrittener Fußball-Nationaltrainer Jorge Sampaoli bleibt nach dem frühen WM-Aus vorerst im Amt. Bei einem Krisengespräch mit der Spitze des Verbandes AFA wurde eine Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit bis zur nächsten Sitzung des AFA-Exekutivkomitees Ende Juli vertagt. Der Aufgabenbereich des 58-jährigen Sampaoli wurde zunächst sogar erweitert.

Nach der Entlassung seines Assistenten Sebastian Beccacece, der gleichzeitig Juniorentrainer war, wird Sampaoli nun auch die U20 übernehmen und bereits Ende Juli, fast einem Monat nach dem Achtelfinal-Aus gegen Frankreich, bei einem Turnier in Spanien wieder auf der Bank sitzen. Danach werde die AFA-Exekutive laut Pressemitteilung "den Entwicklungsprozess des Trainers bis zu diesem Moment" im Gesamten bewerten.

Meuterei gegen Sampaoli während der WM?

Eigentlich hatten die Zeichen vor dem Treffen am Montag mit AFA-Präsident Claudio Tapia nach einer vermeintlichen Meuterei der Spieler gegen Sampaoli bei der WM auf Trennung gestanden. Doch wegen der noch bis Juli 2019 fixierten Abfindung in Höhe von rund 8,6 Millionen US-Dollar scheinen dem Verband die Hände gebunden.

Sampaoli hatte bereits mehrfach erklärt, seinen Vertrag bis zur WM 2022 erfüllen zu wollen. Der Coach war vom Verband erst vor gut einem Jahr aus seinem laufenden Vertrag beim spanischen Erstligisten FC Sevilla herausgekauft worden. (sid)