Erdogan-Fotos

Bierhoff fährt Bommes wegen Özil und Gündogan an

Angespannte Stimmung in Leverkusen: Thomas Hitzlsperger (von links), Oliver Bierhoff und Alexander Bommes.

Angespannte Stimmung in Leverkusen: Thomas Hitzlsperger (von links), Oliver Bierhoff und Alexander Bommes.

Foto: firo

DFB-Manager kritisiert vor der WM-Generalprobe der Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien den ARD-Moderator und die Medien.

Leverkusen.. Der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Oliver Bierhoff hat im Vorfeld des Testspiels gegen Saudi-Arabien ARD-Moderator Alexander Bommes ungewöhnlich deutlich für eine Frage zurechtgewiesen. Dieser hatte noch einmal nachgefragt, wie der DFB mit dem Thema umgehe, dass sich Mesut Özil und Ilkay Gündogan vor einigen Wochen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan getroffen haben.

Bierhoff reagierte im Gespräch mit Bommes und Experte Thomas Hitzelsperger sehr aufgeregt. Der DFB-Manager ärgerte sich darüber, dass von den beiden Spielern immer wieder und immer noch gefordert werde, dass sie sich entschuldigen und die Medien das Thema nicht auf sich ruhen lassen.

Bierhoff sauer auf die ARD und die Medien

"Wenn dir jeden Tag dieses Thema vor die Nase gesetzt wird, dann siehst du dieses Thema auch immer. Da ist irgendwann auch mal wichtig, dass man sagt: Ich will es ausblenden", meinte Bierhoff. Bommes entgegnete: "Es verbietet natürlich keiner, den Spielern das Thema selbst aktiv zu beenden, was sie selbst natürlich aufgemacht haben."

Twitter - Mitschnitt BierhoffDaraufhin erregte sich Bierhoff noch mehr. "Sind wird doch ehrlich, Ihr beendet das doch nicht. Ihr bringt das Thema doch wieder auf, weil Ihr nichts anderes zu berichten habt, oder warum auch immer“, meinte er. Und weiter: "Ilkay Gündogan hat geredet, hat Interviews gemacht. Es wird trotzdem wieder thematisiert. Deswegen ist mein Ratschlag auch an die Jungs, obwohl ich ein medienfreundlicher Mensch bin: Redet nicht mehr darüber, keine Fragen mehr darüber, konzentriert euch jetzt auf den Sport."

Die Premier-League-Spieler Özil (FC Arsenal) und Gündogan (Manchester City) hatten den türkischen Präsidenten im Mai bei einer Veranstaltung in London getroffen, bei der Stipendien aus der Türkei verteilt worden waren. Dabei überreichten sie Erdogan Trikots und ließen sich mit ihm fotografieren. (las/sat)

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