Fussball-Ticker

DFB und ARD vermeiden Risiko im Pokal-Achtelfinale

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

"L'Équipe" bei Ribéry zu voreilig

Bayern München hat einen Bericht über eine vorzeitige Vertragsverlängerung von Franck Ribéry bis 2018 dementiert. "In der heutigen Online-Ausgabe der französischen Sportzeitung 'L'Équipe' wird berichtet, dass sich der FC Bayern und Franck Ribéry auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit bis ins Jahr 2018 geeinigt hätten. Dies ist eine Falsch-Meldung", teilte der Rekordmeister auf seiner Homepage mit.

Die "L'Équipe" hatte berichtet, der 33-jährige Franzose (Vertrag läuft im Sommer aus) werde nicht nur ein elftes Jahr an der Isar bleiben, sondern auch weiterhin mit 14 Millionen Euro (brutto) pro Jahr entlohnt. Das Blatt berichtete weiter, die neue Übereinkunft werde spätestens auf der Jahreshauptversammlung am 25. November verkündet, auf der Uli Hoeneß ins Präsidentenamt zurückkehren soll.

Bayern und BVB im Pokal live im Free-TV

Die ARD überträgt im Februar zwei Achtelfinalspiel des DFB-Pokals live. Sowohl die Begegnung zwischen Titelverteidiger Bayern München und seinem Vorgänger VfL Wolfsburg am Dienstag, 7. Februar (20.45 Uhr), als auch das Duell zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC einen Tag später werden im Ersten zu sehen sein. An beiden Tagen werden je zwei Spiele um 18.30 Uhr und um 20.45 Uhr angepfiffen. Die Hoffnungen des HSV, ein Live-Spiel zu erhalten, haben sich damit zerschlagen.

Gnabry kann sich Wechsel zu Bayern vorstellen

Neu-Nationalspieler Serge Gnabry traut sich eine fußballerische Zukunft beim FC Bayern München zu. "Definitiv. Ich bin einer, der Aufgaben annimmt“, sagte der Stürmer von Werder Bremen am Donnerstag bei seinem ersten Mannschaftstraining nach der Länderspielpause. Ob er das Zeug dazu habe, müsse aber letzten Endes der FC Bayern wissen. Gnabry hatte beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen San Marino drei Tore geschossen.

Der Stürmer war zur neuen Saison für geschätzte fünf Millionen Euro vom FC Arsenal nach Bremen gewechselt. Der 21-Jährige hat bei Werder einen Vertrag bis 2020. Seit dem Transfer gibt es Gerüchte über eine mögliche Ausstiegsklausel des jungen Spielers, die ihm im Sommer einen Wechsel zum Rekordmeister ermöglichen könnte. Sportchef Frank Baumann dementierte bislang eine solche Klausel.

Gnabry-Show gegen San Marino:

Stanislawski hatte eine Anfrage aus Bielefeld

Holger Stanislawski kann sich nach eigener Aussage vorstellen, wieder als Trainer zu arbeiten. "Wenn etwas kommt, wo das Gesamtpaket stimmt, werde ich bestimmt mal wieder einsteigen", sagte der ehemalige Coach des FC St. Pauli der "Bild"-Zeitung. Demnach habe er erst Ende Oktober eine Anfrage von Arminia Bielefeld erhalten. Dort wurde nun Jürgen Kramny als neuer Trainer präsentiert.

Auch einen Managerposten würde sich Stanislawski zutrauen. "Ich leite jetzt ein Unternehmen mit ähnlichen Umsatzzahlen, das Management eines Clubs könnte ich auch bewerkstelligen", wird der 47-jährige Geschäftsführer eines Hamburger Supermarktes zitiert, der dieser Tage seine Kandidatur für das Plenum der Handelskammer der Hansestadt bekannt gegeben hatte.

An einen Anruf von St. Pauli glaube er allerdings nicht. Dennoch verfolge er noch immer die Situation bei den Kiezkickern, denen er im Abstiegskampf der Zweiten Liga die Daumen drückt. "Das Spiel gegen Düsseldorf wird unglaublich schwierig", sagte Stanislawski vor der Partie des Tabellenletzten am Sonntag am Millerntor (13.30 Uhr).

Fifa ermittelt gegen England und Schottland

Die Fifa hat disziplinarische Ermittlungen gegen die Verbände von England und Schottland wegen des Tragens der "Poppy" im WM-Qualifikationsduell am vergangenen Freitag eingeleitet. Am 11. November, dem Tag des Gedenkens an die britischen Kriegstoten, hatten die Nationalspieler beider Verbände beim Aufeinandertreffen in London (3:0 für England) eine stilisierte Mohnblume auf einem Band am Oberarm als Trauersymbol getragen.

Die Fifa hatte das Tragen der "Poppy" bereits im Vorfeld als politische Äußerung gewertet und daher untersagt, was im Vereinigten Königreich bis in höchste politische Ebenen für Entrüstung sorgte. Die möglichen Konsequenzen durch die Fifa reichen nun von Verwarnungen über Geldstrafen bis hin zu Punktabzügen.

Auch Bobadilla fällt bei Augsburg aus

Die ohnehin angespannte personelle Situation beim FC Augsburg hat sich fast dramatisch verschärft. Stürmer Raul Bobadilla hat sich im Training eine Sehnenverletzung in der Wade zugezogen und fällt ebenso wochenlang aus wie Offensivkollege Alfred Finnbogason, dessen Adduktorenprobleme sich zu einer Schambeinentzündung entwickelt haben. Beide Angreifer sind nach Klubangaben vor der Winterpause wohl nicht mehr einsatzfähig.

Das gilt auch für Mittelfeldspieler Ja-Cheol Koo, der sich bei den Länderspielen mit der südkoreanischen Nationalmannschaft eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen hat. Koos Landsmann Dong-Won Ji kehrte mit muskulären Problemen von der Länderspielreise zurück, sein Einsatz am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC ist äußerst fraglich.

Zu diesen aktuellen Ausfällen kommen die Langzeitverletzten Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Knöchel), Caiuby (Knie) und Jeffrey Gouweleeuw (Lunge). Gojko Kacar (Zehe) ist angeschlagen. "Es ist unglaublich, welches Verletzungspech wir haben", sagte Manager Stefan Reuter: "Eine solch geballte Häufung der Ausfälle habe ich noch nie erlebt." Es seien jetzt alle im Verein gefordert, "noch enger zusammenzurücken, um auch diese schwierige Situation gemeinsam zu meistern."

Trainer Dirk Schuster gab angesichts der Probleme folgende "Marschroute" für das Duell mit Berlin aus: "Elf Mann auf dem Platz, sieben auf der Bank und ein paar Bekloppte daneben." Er wolle "nicht rumjammern", ergänzte er, "das entspricht nicht unserem Naturell. Wir nehmen diese Herausforderung an."

Bayer ohne Bender, aber mit Aranguiz

Bayer Leverkusen muss wohl auch am Freitag gegen RB Leipzig (20.30 Uhr/Sky) auf seinen Kapitän Lars Bender verzichten. "Bei Lars wird es zwar besser, ich denke aber, dass er uns gegen Leipzig noch nicht zur Verfügung stehen wird", sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt am Donnerstag. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler Bender laboriert noch immer an einer Fersenverletzung, die er sich vor knapp zwei Woche zugezogen hat.

Entwarnung gab Schmidt bei Charles Aranguiz. Der chilenische Nationalspieler, der vergangene Woche im WM-Qualifikationsspiel gegen Kolumbien (0:0) wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werde musste, sei "topfit".

96-Hoffnungsträger vor Saisondebüt

Trainer Daniel Stendel muss bei Hannover 96 vor dem Zweitliga-Heimspiel am Sonnabend (13 Uhr/Sky) gegen Erzgebirge Aue in der Offensive umstellen. Für den an Knieproblemen laborierenden Artur Sobiech kommt Noah Joel Sarenren Bazee zum Einsatz. Für den 20-Jährigen ist es nach einer Hüftoperation im Juli das Saisondebüt.

Werder schlägt wieder in Kopenhagen zu

Werder Bremen plant bereits für die neue Saison. Nach Informationen der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ hat sich der schwedische Nationallinksverteidiger Ludwig Augustinsson vom FC Kopenhagen für einen Wechsel im Sommer an die Weser entschieden. Der 22-Jährige soll demnach beim dänischen Champions-League-Teilnehmer eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2019 laufenden Vertrag in Höhe von drei Millionen Euro besitzen. Der Transfer kommt allerdings nur zustande, wenn die Hanseaten die Klasse halten.

Werder-Sportchef Frank Baumann wollte bislang lediglich das Interesse am sechsfachen Nationalspielers bestätigen. Bereits in der Winterpause wechselt in Mittelfeldspieler Thomas Delaney ein Profi vom FC Kopenhagen nach Bremen.

Reus vor Comeback beim BVB

Nach fast sechsmonatiger Leidenszeit steht Marco Reus vor seinem Comeback bei Borussia Dortmund. Der seit zwei Wochen wieder voll belastbare Nationalspieler hat nach seiner langwierigen Verletzung im Adduktorenbereich intensiv an seiner Rückkehr gearbeitet und könnte im Top-Spiel gegen den FC Bayern München am Sonnabend (18.30 Uhr) zumindest wieder in den Kader rücken.

BVB-Coach Thomas Tuchel bestätigte das bislang zwar nicht, könnte dies aber in der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel am Freitag thematisieren. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke äußerte sich in der "Sport-Bild“ bereits zuversichtlich. "Gegen Bayern steht uns hoffentlich zum ersten Mal wieder unsere Mannschaft in kompletter Stärke zur Verfügung. Dann geht für uns die Saison erst richtig los.“

Reus hatte seine bislang letzte Partie am 21. Mai im Pokal-Endspiel gegen den FC Bayern München bestritten. Wegen einer Entzündung und eines Einrisses am Adduktorenansatz musste der BVB-Profi auch auf die Europameisterschaft verzichten.

FCK trauert um Ex-Kapitän Neues

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern trauert um seinen früheren Kapitän Hans-Günter Neues. Der spätere Trainer verstarb am Mittwoch im Alter von 66 an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Das berichtet der Südwestrundfunk am Donnerstag. Neues war insgesamt sechs Jahre für die Roten Teufel aktiv, er kam auf 165 Einsätze und erreichte 1981 mit dem FCK das DFB-Pokalfinale. Bis 2003 arbeitete er in Lautern als Fanbeauftragter. Als Trainer betreute Neues unter anderem Rot-Weiss Essen, Kickers Offenbach und Waldhof Mannheim.

Mainz-Coach Schmidt für WM-Aufstockung

Fifa-Präsident Gianni Infantino (46) erhält bei seiner geplanten WM-Aufstockung zum ersten Mal Unterstützung aus der Bundesliga. Trainer Martin Schmidt (49) vom FSV Mainz 05 hat Sympathie für die Idee seines Freundes und Schweizer Landsmanns, der seit Februar an der Spitze des Weltverbandes steht.

"Sportpolitisch und weltwirtschaftlich gesehen ist es gut, möglichst vielen Zugang zur WM zu gewähren. Wenn im Skisport die WM ohne Quoten besetzt würde, dann starten nur Schweizer, Österreicher, Deutsche, Franzosen. Das wäre auf Dauer marktwirtschaftlich nicht gewinnbringend", sagt Schmidt dem kicker: "Die Erweiterung ist eine gute Idee, den Ablauf muss man dann überdenken. Es sollte eine Art Vorturnier geben mit einer Setzliste, am Modus an sich sollte sich nichts ändern. Die WM ist kein Turnier der Großen, sie gehört der ganzen Welt."

Für Schmidt wäre eine Aufstockung des Endrunden-Teilnehmerfeldes von 32 auf 40 oder 48 Mannschaften, über die im Januar entschieden werden soll, ein logischer Schritt. "Vor 30 Jahren war der Fußball vornehmlich Europa und Südamerika, heute wird in der ganzen Welt auf hohem Niveau gespielt", äußerte der Coach in der FAZ: "Dem muss man auch Rechnung tragen. Aber womöglich ist der wirtschaftliche Antrieb derzeit dominant."

Benaglio schützt Draxler - mit Seitenhieb

Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio hat Julian Draxler in Schutz genommen. "Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass Julian sich hängen gelassen hat“, sagte der VfL-Kapitän dem "Kicker". Der erst seit vergangener Saison für Wolfsburg spielende Draxler hatte in der Transferperiode deutliche Wechselwünsche geäußert und war daraufhin stark kritisiert worden.

"Gewisse Gedanken kann man sich machen, bevor man einen Vertrag unterschreibt“, sagte auch Torhüter Benaglio im Hinblick auf die Wankelmütigkeit gerade jüngerer Talente. "Ich weiß zum Beispiel, dass ich in Wolfsburg in keine Großstadt komme.“

Der VfL-Keeper hatte sich im Sommer selbst gegen einen Abgang aus der Autostadt entschieden, obwohl er unter Trainer Dieter Hecking den Stammplatz im Tor bereits an Koen Casteels verloren hatte. Neu-Coach Valérien Ismaël machte diese Entscheidung wieder rückgängig.

Werder verlängert mit Brause-Hersteller

Werder Bremen wird seine Partnerschaft mit Coca-Cola für weitere drei Jahre fortsetzen. "Bei unseren Fans gehören die Coca-Cola-Produkte schon seit Jahren zum Stadionbesuch. Wir freuen uns, dass dies so bleibt", sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung laut Mitteilung am Donnerstag.

Ex-Rumänien-Star Prodan ist tot

Der frühere rumänische Nationalspieler Daniel Prodan ist im Alter von 44 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Das teilte der rumänische Fußballverband am Donnerstag mit. Prodan gehörte zur „goldenen Generation“ der Nationalelf, die bei der WM 1994 den Einzug ins Viertelfinale geschafft hatte.

Der Tod Prodans am späten Mittwochabend in Voluntari bei Bukarest brachte dem rumänischen Notarztsystem heftige Kritik seitens der Medien ein. Prodan sei zunächst zu Hause zusammengebrochen, seine Frau habe daraufhin den Notarzt gerufen. Das erste Rettungsteam, das ankam, bestand nur aus Pflegern, ein Arzt war nicht dabei, bestätigte die Leiterin des Rettungsdienstes, Alice Grasu, am Donnerstag. Ob Prodan hätte gerettet werden können, wenn sofort ein Arzt zur Stelle gewesen wäre, „weiß der liebe Gott“, sagte Grasu dem Sender Realitatea TV.

Nach seinem Debüt in seiner nordwestrumänischen Heimatstadt Satu Mare kam Prodan 1993 zum Erstligisten Steaua Bukarest, wechselte 1997 für ein Jahr zu Atletico Madrid, danach zu den Glasgow Rangers. 2000 kehrte er zu Steaua zurück, 2002 verabschiedete er sich aus der Nationalelf.

Polizei mit 1000 Mann bei rheinischem Derby

Die Polizei in Mönchengladbach erwartet für Sonnabend ein weitgehend störungsfreies Derby zwischen der Borussia und dem 1. FC Köln. Dennoch werden rund um das Stadion mehr als 1000 Einsatzkräften im Einsatz sein. "Wir sind gut aufgestellt, um im Fall der Fälle eingreifen zu können", teilte die Polizei dem SID mit.

In der vergangenen Saison waren beide Derbys von Großteilen der Auswärtsfans aus Protest gegen reduzierte Gästekontingente und personalisierte Eintrittskarten boykottiert worden. Nun kommt es erstmals seit den Ausschreitungen im Februar 2015 wieder zu einem Duell vor ausverkauftem Haus.

In und um das Stadion sind am Sonnabend Glas und Flaschen untersagt, in der Arena herrscht zudem ein Alkoholverbot. Aus Köln werden insgesamt etwa 6000 Fans erwartet. "Die aktuelle Lage bewerten wir als ruhig. Es gibt keine Hinweise auf geplante Provokationen der Fans, daher rechnen wir mit einem störungsfreien Verlauf", teilte die Polizei mit.

Unmittelbar nach dem Derby im Februar 2015 hatten vermummte Kölner Anhänger den Rasen des Borussia-Parks gestürmt und für ein minutenlanges Chaos gesorgt.

Morata fehlt gegen BVB, Real sauer

Real Madrid muss im Stadtderby am Sonnabend gegen Atlético und auch im Gruppenrückspiel der Champions League gegen Borussia Dortmund (am 7. Dezember) auf Nationalstürmer Álvaro Morata verzichten. Morata leide an einer Muskelverletzung am hinteren rechten Oberschenkel, teilte Real am späten Mittwochabend mit.

Die Sportzeitung „AS“ schrieb am Donnerstag, der 24-Jährige müsse mindestens einen Monat pausieren. Morata verpasst somit unter anderem auch das für den Kampf um den Gruppensieg wichtige Champions-League-Spiel am Dienstag bei Sporting Lissabon sowie den „Clásico“ am 3. Dezember bei Erzrivale FC Barcelona.

Nach Angaben von „AS“ ist man bei Real Madrid böse auf den spanischen Verband RFEF. Morata habe sich nämlich am Sonnabend im WM-Qualifikationsduell gegen Mazedonien (4:0) in Granada durch einen Schlag verletzt und sei dennoch drei Tage später im Test gegen England (2:2) 26 Minuten lang eingesetzt worden. Dadurch sei die Verletzung schlimmer geworden, hieß es.

Nach seiner Rückkehr von Juventus hat das Real-Eigengewächs Morata diese Saison in 17 Pflichtspielen bereits acht Tore erzielt. Im Derby gegen Atlético ist auch der Einsatz des angeschlagenen Franzosen Karim Benzema fraglich. Auf Weltmeister Toni Kroos müssen die Königlichen sogar wohl bis Jahresende verzichten.

Rechtliche Schritte wegen Stadien-Bezahlkarten?

Verbraucherzentralen gehen nach Angaben der ARD gegen die umstrittenen Bezahlkarten bei einigen Bundesligisten vor. Nach einem Undercover-Test der ARD-Radio-Recherche Sport gäbe es demnach erste rechtliche Schritte. Gemeinsam mit Verbraucherzentralen hat das ARD-Team die bargeldlosen Bezahlsysteme in fünf Bundesligastadien getestet.

Die Ergebnisse fielen zum Teil so aus, dass die Verbrauchschutzzentralen jetzt Konsequenzen ziehen. Gegen die Betreiber der Bezahlsysteme in den Arenen von Bayern München, des FC Augsburg und Schalke 04 etwa wollen die Verbraucherschützer mit Abmahnungen rechtlich vorgehen. Die Verbraucherzentrale in Hessen prüft zudem rechtliche Schritte in Bezug auf das Stadion von Eintracht Frankfurt. Kritikpunkte gab es auch an den Systemen von Borussia Dortmund sowie von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion. Diese wiegen jedoch weniger schwer, weil in beiden Arenen auch mit Bargeld bezahlt werden kann.

Bemängelt wird, dass beim Bezahlen mit einer spezieller Plastikkarte statt mit Bargeld nach dem Stadionbesuch oft ein Restguthaben übrig bleibt. Da die Rückerstattung vielen Besuchern zu kompliziert ist, würde das Guthaben am Ende verfallen. Diese sogenannte "Schlummergroschen" könnte für Vereine und Betreiber der Bezahlsysteme ein lukratives Zusatzgeschäft bedeuten.

Kritiker bemängeln die Rückerstattungs-Regeln massiv und fordern mehr Transparenz. Ebenfalls beanstandet werden eine zu kurze Gültigkeit der Bezahlkarten bzw. eine dadurch zu knapp bemessene Frist, innerhalb derer Restguthaben zurückerstattet werden.