Indikator in der Windel

Baby-Stuhlfarbe zeigt Krankheiten an

Beim Wickeln lohnt es sich, die Ausscheidungen des Kindes genauer anzusehen. Denn der Stuhl gibt vielleicht Hinweise auf Krankheiten.

Beim Wickeln lohnt es sich, die Ausscheidungen des Kindes genauer anzusehen. Denn der Stuhl gibt vielleicht Hinweise auf Krankheiten.

Foto: dpa

Gelb bis schwarz: Ausscheidungen von Säuglingen haben ganz unterschiedliche Farben - je nach Alter und Ernährung. Meistens sind Verfärbungen harmlos, manche sind aber auch ein Warnsignal.

Köln. Auch wenn es Überwindung kostet: Bei der Stuhlfarbe ihrer Säuglinge sollten Eltern ganz genau hinsehen. Denn sie gibt Aufschluss über die Gesundheit des Kindes. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. In der ersten Woche ist die normale Farbe des Kots von Neugeborenen schwarz.

Gelb ist normal - und grün auch

Danach hellt sich der Stuhl zu gelb beziehungsweise dunkelgelb auf. Dies ist die normale Farbe des Stuhls eines gestillten Babys. Säuglinge, die nicht gestillt werden, haben einen leicht dunkleren Stuhl als diejenigen, die Muttermilch bekommen. Ab und an dürfen die Ausscheidungen von Säuglingen auch grünlich sein. Das passiert den Angaben nach, wenn das Baby mehr als gewöhnlich gegessen oder die Mutter grüne Lebensmittel zu sich genommen hat.

Ein roter Stuhl ist dagegen ein schlechtes Zeichen. Zum Beispiel kann Blut aus dem Verdauungstrakt des Kindes den Kot rot färben. Möglich ist auch, dass der Säugling kleine Mengen Blut von der Brustwarze der Mutter verschluckt hat. Achtung: Blutungen können den Stuhl auch so dunkel verfärben, dass er schwarz erscheint.

Hinweise auf Leberentzündung

Farbloser oder lehmfarbener Stuhl ist gemeinsam mit dunkel gefärbtem Urin ein Warnzeichen für eine Leberentzündung beziehungsweise Gelbsucht. Ein Mangel von Gallenflüssigkeit kann ebenfalls zu einer Entfärbung führen. Eltern sollten dann mit ihrem Kind zum Arzt gehen.

In Panik verfallen müssen sie aber nicht: Durchfall-Medikation beispielsweise kann die Ausscheidungen auch in der Farbe verändern. Sobald die Kinder feste Nahrung zu sich nehmen, können Färbungen außerdem durch Nahrungsmittel entstehen (www.kinderaerzte-im-netz.de).