Rassismus

Integrationsbeauftragte fordert „Integrationsklimapolitik“

Christian Unger
5 Tipps gegen Rassismus im Alltag

5 Tipps gegen Rassismus im Alltag

Rassismus ist ein ein ständiges Problem unserer Gesellschaft. Wichtig ist es vor allem für Betroffene da zu sein und aufeinander zu achten. Wie man das schaffen kann, sehen Sie im Video.

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Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz (CDU) sieht in Deutschland Nachholbedarf bei Forschung und Daten zu Opfern rechtsextremer Gewalt.

Berlin. Vor der Verabschiedung des Abschlussberichts zum Kabinettsausschuss Rechtsextremismus an diesem Mittwoch hat die Integrationsbeauftrage der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), ein besseres gesellschaftliches Klima der Integration in Deutschland gefordert. „Die 20er Jahre sind das Jahrzehnt der Klimapolitik, wir brauchen aber genauso eine Integrationsklimapolitik“, sagte Widmann-Mauz unserer Redaktion.

„Wir brauchen ein gesellschaftliches Klima, in dem alle ihre Talente voll entfalten und einbringen können und in dem sich hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland, die unsere Wirtschaft dringend braucht, willkommen fühlen.“ Chancen durch Diskriminierung und Rassismus zu verbauen könne sich Deutschland nicht leisten.

Integrationsbeauftragte fordert schnelle Hilfe für Rassismus-Opfer

Zugleich forderte die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration eine bessere Forschung zur Lage von Betroffenen rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Deutschland. „Opfer von Alltagsrassismus benötigen eine zentrale Anlaufstelle, die schnell und unbürokratisch hilft“, sagte Widmann-Mauz. „Gleichzeitig brauchen wir mehr Daten und Forschung, die auch die Opferperspektive einbezieht, um gezielt handeln zu können.“

Im März 2020 hatte die Bundesregierung einen Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eingerichtet, wenige Wochen nach und einige Monate nach dem Attentat auf eine Synagoge in Halle sowie dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Der Abschlussbericht des Bundeskabinetts beinhaltet fast 90 Maßnahmen im Kampf gegen rechtsextreme Gewalt.

Integrationsministerin Widmann-Mauz hob hervor: „Das Beratungszentrum, die Hilfehotline und das Rassismus-Barometer sind wesentliche Bausteine, die wir jetzt kraftvoll voranbringen und die in ihrer Umsetzung nicht durch die Bundestagswahl beeinträchtig werden können.“

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