Bundestagswahl

Ein Viertel der SPD-Wähler sieht keine Chance für Scholz

SPD bringt sich auf Online-Parteitag für Wahlkampf in Stellung

SPD bringt sich auf Online-Parteitag für Wahlkampf in Stellung

Viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl hat sich die SPD auf einem Online-Parteitag für den Wahlkampf in Stellung gebracht. Die Delegierten beschlossen das Wahlprogramm und bestätigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten.

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Die SPD hat Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten gekürt. Doch laut einer exklusiven Umfrage sind seine Chancen bei der Wahl sehr gering.

Berlin. Der SPD-Parteitag am Wochenende hat Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten bestätigt. Doch die Umfragen sprechen nicht für Scholz - die Sozialdemokraten liegen weit abgeschlagen hinter Grünen und Union. Rund 80 Prozent haben Scholz als Kanzlerkandidaten bereits abschrieben. Das geht aus einer exklusiven Civey-Umfrage für diese Redaktion hervor.

Demnach können sich nur etwa 15 Prozent vorstellen, dass Olaf Scholz noch Chancen hat, aus der Bundestagswahl als neuer Bundeskanzler hervorzugehen. 6,2 Prozent der Befragten sind noch untentschieden.

Besonders interessant: Unter den SPD-Wählern glauben nur 64 Prozent an Scholz als Bundeskanzler. 25,9 Prozent der eigenen Anhänger - und damit mehr als ein Viertel - räumen Scholz keine Chancen auf die Kanzlerschaft ein.

Olaf Scholz gibt sich selbstsicher - trotz Umfragen

Auch andere Umfragen sprechen derzeit nicht für die SPD und ihren Kandidaten. Das jüngste Politbarometer taxiert sie auf 14 Prozent. In seiner Rede auf dem Parteitag gab sich Scholz am Sonntag dennoch selbstbewusst. Er skizzierte dort das Programm, das er als Kanzler umsetzen will. (bef)

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