Bündnis

Verteidigung im Weltall: Nato plant „Space Center“

Nato: Türkei soll Konflikt um Berg-Karabch entschärfen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Türkei aufgefordert, ihren Einfluss zu nutzen, um den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg-Karabach zu entschärfen. Stoltenberg äußerte sich bei einem Besuch in der türkischen Hauptstadt Ankara.

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Die Nato-Staaten treiben ihre Weltall-Pläne voran: Ein „Space Center“ der Allianz soll entstehen – an einem Standort in Deutschland.

Brüssel. Die Weltraumpläne der Nato werden konkreter: Wie die Deutsche Presse-Agentur und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten, wollen die Verteidigungsminister der Bündnis-Staaten am Donnerstag den Aufbau eines „Space Centers“, also Weltraum-Zentrums, ankündigen. Das Zentrum soll in Ramstein in Rheinland-Pfalz entstehen, wo bereits das Luftwaffenoberkommando der Nato seinen Sitz hat. Das „Space Center“ soll vor allem als Koordinationsstelle für die Weltraumüberwachung dienen.

Auf dem Stützpunkt in Ramstein könnten dann in Zukunft Informationen über mögliche Bedrohungen gegen Satelliten zusammenfließen. Denkbar ist auch, dass das Space Centre später zu einem Kommandozentrum für Abwehrmaßnahmen ausgebaut wird.

Neues Nato-Weltraumzentrum: Sind Angriffe aus dem Weltall ein Bündnisfall?

Im vergangenen Jahr hatten die 30 Staaten des Nato-Bündnisses entschieden, dass das Weltall ein eigenständiges Operationsgebiet werden soll. Das geplante „Space Center“ ist eine Folge dieser Entscheidung.

Der Beschluss ermöglicht es der Nato, bei Alliierten für Einsätze die Bereitstellung von Kapazitäten für Satellitenkommunikation oder Bilddatentransfers anzufordern. Innerhalb des Bündnisses wird zudem seither noch intensiver darüber diskutiert wird, in welchem Fall mögliche Angriffe aus oder im Weltraum künftig als Bündnisfall behandelt werden sollten. (dpa/fmg)