Covid-19

Erste Berliner Schule schließt wegen eines Corona-Falls

Schulstart in Berlin - mit Corona-Regeln

In Berlin hat der Unterricht für mehr als 300.000 Schüler wieder begonnen, mit Hygiene-Auflagen, um eine neue Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. So müssen alle Schüler auf den Gängen und Treppen einen Mundschutz tragen, die Klassenzimmer sollen regelmäßig gelüftet werden.

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An mehreren Berliner Schulen gibt es wenige Tage nach Start des neuen Unterrichtsjahres Infektionen – eine Schule musste schließen.

Berlin. Kurz nach Beginn des neuen Unterrichtsjahres in Berlin gibt es bereits in mehreren Schulen erste Corona-Fälle. Darunter sind Einrichtungen in mehreren Stadtteilen weit über die Stadt verteilt: in Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf und Treptow-Köpenick.
So wurde am Heinz-Berggruen-Gymnasium in Charlottenburg-Wilmersdorf ein Schüler positiv auf das Virus getestet, wie Schulleiter Dirk Qwee der Berliner Morgenpost am Mittwoch bestätigte. Es handle sich um ein Kind „aus den unteren Jahrgangsstufen“, sagte er, ohne nähere Angaben machen zu wollen.

Nach Morgenpost-Informationen handelt es sich um ein Kind aus der 6. Klasse. „Die Klasse des betroffenen Kindes und alle Lehrkräfte, die mit ihm Kontakt hatten, wurden sofort nach Hause geschickt“, sagte Qwee. Der Rest der Schule soll nun wieder in den Regelbetrieb gehen, soweit das möglich ist.

Coronavirus: Alle Schüler der betroffenen Schule sollen getestet werden

„Die Lehrkräfte, die nun in Quarantäne sind, fehlen uns natürlich“, so Qwee. Bis auf die Familie des Schülers würden die Eltern der anderen Kinder zunächst nicht getestet, da sie keinen direkten Kontakt zum Infizierten hatten, erklärte Qwee und verwies auf entsprechende Vorgaben der Senatsverwaltung für Bildung.

Nach diesen ersten von der Schule eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen sei nun das Gesundheitsamt für das weitere Vorgehen zuständig. An diesem Donnerstag werden dessen Mitarbeiter alle Kinder der Schule testen, so Qwee weiter. Diese Maßnahme habe das Gesundheitsamt am Dienstag „innerhalb einer Stunde“ organisieren können.

Schüler mit Coronavirus infiziert: Fehlender Geruchssinn

Auch für das Evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster – ebenfalls in Charlottenburg-Wilmersdorf – bestätigte am Mittwoch Leiterin Annette Martinez Moreno einen Infektionsfall, es handele sich um eine Schülerin. Ihre Mitschüler und deren Eltern sowie einige wenige Mitglieder eines Sportvereins wurden umgehend informiert, die Jugendlichen blieben zu Hause und werden – ebenso wie Lehrer – an diesem Donnerstag getestet.

An der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule in Steglitz-Zehlendorf gibt es ebenfalls einen Schüler, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Dort hatte sich am Montag ein Schüler der Sekundarstufe kurz nach dem Betreten der Einrichtung über Symptome wie den Verlust des Geruchssinns beklagt. „Die besondere Achtsamkeit der Lehrkräfte, die sofort das Gesundheitsamt eingeschaltet haben, war sehr hilfreich“, sagte Martin Klesmann, Sprecher der Bildungsverwaltung.

Der Schüler wurde sofort nach Hause geschickt. Ein anschließender Corona-Test ergab, dass er mit dem Virus infiziert ist. Kontakt hatte der Schüler nur kurz zu seiner altersgemischten Lerngruppe und drei Lehrern, die sich jetzt 14 Tage in Quarantäne befinden. An drei Oberschulen in Reinickendorf gibt es zudem je einen Einzelfall.

Lehrerin an Corona erkrankt – Gymnasium bleibt geschlossen

Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Treptow-Köpenick bleibt am Donnerstag geschlossen. Wie der RBB berichtet, sei dort eine Lehrkraft positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das gehe aus einer Mitteilung der Schulleitung an Lehrer, Schüler und Eltern hervor, wie es im Bericht heißt.

Der Befund sei erst am späten Mittwochnachmittag der Schulleitung mitgeteilt worden sei. Eine Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt habe noch nicht durchgeführt werden können. Die Senatsbildungsverwaltung sei über den Schritt informiert worden.

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Corona-Fälle nach Schulbeginn: Auch andere Bundesländer betroffen

Auch andere Bundesländer hatten kurz nach dem Schulstart bereits Probleme mit neuen Corona-Fällen. In Mecklenburg-Vorpommern waren am 7. August, nur wenige Tage nach dem Schulbeginn, zwei Schulen nach Infektionsfällen geschlossen worden. Betroffen infiziert waren ein Grundschüler aus dem Landkreis Rostock und eine Lehrerin im Kreis Ludwigslust-Parchim.

In NRW blieb eine Essener Grundschule am Donnerstag, dem Tag der Einschulung, geschlossen, nachdem eine Lehrerin positiv auf das Virus getestet worden war. , vier weitere Personen mussten sich in Quarantäne begeben. Wann die Schule wieder öffnet, ist noch nicht klar.

Auch die Martinschule in Viersen-Süchteln musste am Mittwoch noch Dort hatte sich ebenfalls eine Lehrerin angesteckt, fast das gesamte Lehrpersonal hatte bei einer Konferenz Kontakt und muss nun zuhause bleiben. Die Grundschule bleibt bis zum 24. August zu.

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