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Corona-Fake-News: Twitter und Facebook gehen gegen Trump vor

Donald Trump: Der Weg zum Twitter-Präsidenten

Präsident, Unternehmer, TV-Star... was hat Donald J. Trump gemacht, bevor er zum mächtigsten Mann der Welt wurde? Womit wurde er erfolgreich und warum lieben Ihn so viele Amerikaner?

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Nach falschen Aussagen zu Corona hat Twitter das Konto der Trump-Kampagne vorübergehend gesperrt. Auch Facebook geht gegen Trump vor.

Washington. Twitter und Facebook lassen US-Präsident Donald Trump nicht mehr alles durchgehen. Nachdem Facebook zum allerersten Mal ein von Trump veröffentlichtes Video löschen ließ, in dem es um das Coronavirus ging, folgte der Dienst mit dem weißen Vogel im Signet am Mittwochabend und ging noch einen Schritt weiter.

Twitter blockierte das Konto der Wahlkampagne des Präsidenten für die US-Wahl 2020 vorübergehend komplett. Erst wenn das besagte Video, das einen Ausschnitt eines Interviews mit Trump auf dem TV-Sender Fox News zeigt, entfernt sei, so Twitter-Sprecherin Liz Kelley, könne „Team Trump” wieder Kurzmitteilungen absetzen.

Donald Trump behauptet, Kinder seien gegen Coronavirus immun

In dem beanstandeten Video-Schnipsel sagt Trump, dass Kinder gegen das Coronavirus „nahezu immun” seien. Auch darum müssten die Schulen in Amerika nach den Ferien unbedingt wieder öffnen und auf Normalbetrieb schalten.

Ein Facebook-Sprecher sagte, Trumps „falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist”, stelle einen klaren Verstoß gegen die hausinternen Regeln über gefährliche Falschinformationen dar.

Hintergrund: Die staatliche US-Seuchenschutzbehörde CDC berichtet derzeit von landesweit 240.000 infizierten Kindern. Sechs seien an Corona gestorben. In der Regel hätten Kinder zwar mildere Symptome, aber sie seien keinesfalls immun. CDC-Chef Robert Redfield betonte in einer Kongressanhörung, dass Kinder wie Erwachsene andere Menschen anstecken.

Facebook und Twitter löschen manipulative Aussagen

Mit der Aktion setzen Facebook und Twitter ihre Strategie fort, stärker als bislang als Zensor von irreführenden und manipulativen Aussagen Trumps auf ihren Plattformen vorzugehen. Erst vor wenigen Tagen wurde ein von Trump weiterverbreitetes Video gelöscht, in dem Ärzte für die Anwendung des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen Corona warben.

Die überwiegende Mehrheit der Ärzte hält den Nutzen von Hydroxychloroquin für äußerst zweifelhaft. Mehr noch: Forscher der Universität Yale berichteten am Mittwoch, dass das Medikament in der Coronakrise Leben gekostet habe.

Trumps persönliches Twitter-Konto, dem rund 85 Millionen Menschen folgen, war von den Sanktionen nicht betroffen.

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