Jahreszeiten

Warum es zwei Termine für den Frühlingsanfang gibt

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Warum gibt es zwei Termine für den Frühlingsanfang? Das unterscheidet den meteorologischen und den kalendarischen Frühlingsanfang.

Berlin. Frühlingsanfang! Allein die Idee macht viele schon glücklich – da ist es fast egal, wie das Wetter ist. Dass der Beginn der Jahreszeit zu verschiedenen Terminen ein Thema ist, ist für manche ein bisschen verwirrend: Wann ist denn nun wirklich Frühlingsanfang?

Der meteorologische Frühlingsanfang

Der meteorologische Frühlingsanfang hat mit dem aktuellen Wettergeschehen nichts zu. Wetterforscher berechnen ihre Klimadaten in ganzen Monaten, das ist einfacher für die Statistik. Die Weltorganisation für Meteorologie hat festgelegt: Am 1. März beginnt der Zeitraum Frühjahr.

Die Klimatologie, die Betrachtungen längerer Zeiträume, ist ein Teilgebiet der Meteorologie. Und um eine Jahreszeit beschreiben und vergleichen zu können, brauchen die Forscher einen festen Zeitraum. „Aber in der Öffentlichkeit gibt es darum jedes Jahr eine gewisse Verwirrung“, so Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Frühlingsanfang der Meteorologen bedeutet eben nicht, dass es zu dem Zeitpunkt irgendwie frühlingshafter sein muss.

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Der astronomische oder auch kalendarische Frühlingsanfang

Der astronomische Frühlingsbeginn wird manchmal auch der kalendarische genannt – weil er oft in Kalendern steht. Zurzeit ist der 20. März Frühlingsanfang. Früher konnte es auch mal der 21. März sein, in einigen Jahrzehnten wird es immer öfter der 19. März sein.

Der astronomische Frühlingsanfang ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn um die Erde auf die Nordhalbkugel wechselt. An dem Tag sind Tag und Nacht gleich lang. Zwischen dem Zeitraum – von Frühjahr zu Frühjahr – vergehen rund 365 Tage, fünf Stunden und 49 Minuten. Die überzähligen Stunden gleicht der Schalttag im Schaltjahr alle vier Jahre aus.

Auch der astronomische Frühlingsanfang sagt bekanntermaßen nichts darüber aus, ob es nach diesem Tage wärmer ist als an den Tagen vorher.

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Der phänologische Frühlingsanfang

Und dann gibt es noch einen dritten Frühlingsanfang, der zwar selten genannt wird, der aber oft die größten Glücksgefühle bei denen auslöst, die den Winter gern hinter sich lassen. Die Natur der Indikator, wann Frühling ist: „Pflanzen halten sich ja an keinen Kalender“, sagt Meteorologe Lux. Die orientieren sich am Wetter über einen längeren Zeitraum.

Im „Vorfrühling“ etwa blühen die Schneeglöckchen. Das tun sie im Süden früher als im Norden. Mit der Blüte der Forsythien beginnt dann der Erstfrühling. Von Vollfrühling ist die Rede, wenn auch Apfelbäume blühen.

Der Frühling beginnt 2019 am 20. März genau um 22.58 Uhr. Der Frühlingsanfang ist kein gesetzlicher Feiertag. Für viele ist der Frühlingsanfang aber ein guter Anlass für gründliches Ausmisten und Saubermachen – vielleicht so: Haushalt, Papiere, Kleidung – Tippfs für den Frühjahrsputz . (law/moi)