Vogel

Brieftaube in Belgien für 1,25 Millionen Euro versteigert

Die Brieftaube Armando soll die teuerste Taube der Welt sein.

Die Brieftaube Armando soll die teuerste Taube der Welt sein.

Foto: pigeon photography/pipa.be

In Belgien ist die Brieftaube Armando zu einem Rekordpreis verkauft worden. Ein Bieter bezahlt für das Tier nun über eine Million Euro.

Berlin.  Armando ist seit Sonntag die teuerste Brieftaube der Welt. 1,252 Millionen Euro hat ein Käufer für die Taube aus der Zucht von Züchter Joël Verschoot aus Belgien bezahlt. Die männliche Taube geht laut einem Bericht des Tauben-Portals Pipa (Pigeon Paradise) nach China.

Neben Armando wurden noch sieben seiner Kinder verkauft. Jedes Tauben-Junge wurde für jeweils 21.500 Euro verkauft, hieß es in dem Bericht von Pipa. Bei der Veranstaltung wurden Tauben von mehreren Züchtern angeboten. Verschoot soll demnach Tauben im Wert von insgesamt 2,4 Millionen Euro verkauft haben. Armando gilt als beste Langstreckenbrieftaube Belgiens.

Die Taube Armando ist dabei ein Rekord für Verkäufe, die Pipa veranstaltet hat. Bei der Gesamtsumme pro Veranstaltung landet Verschoot jedoch nur auf Platz drei. Die Züchterin Gaby Vandenabeele verkaufte bei einem Event im November 2018 angeblich Tauben im Gesamtwert von 6,6 Millionen Euro.

Ein Blick auf die Käuferliste zeigt, dass viele der Tiere nach China und Taiwan gehen. Nach Deutschland, wo es eine große Tradition der Taubenzucht gibt, gingen wohl nur zwei Tiere bei der aktuellen Auktion.

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Im Ruhrgebiet und New York hat Taubenzucht Tradition

Im vergangenen Jahr gab es Diskussionen darüber, ob die Taubenzucht und der Brieftaubensport nicht zum Unesco-Kulturerbe wird. Nicht nur in im Ruhrgebiet und anderen Teilen Deutschlands sind Brieftauben fliegende Boten mit einem Geheimnis.


Auch in internationalen Metropolen wie New York gibt es eine lange Tradition der Taubenzucht. Der ehemalige Box-Superstar Mike Tyson ist beispielsweise ein passionierter Taubenzüchter, der im Big Apple seinem Hobby nachging.


Tierschützer kritisieren den Brieftaubensport immer wieder. Bei Wettbewerben finden viele der Tiere nicht mehr zurück und können dann in der freien Natur kaum überleben. (ac)