Wahlkampf

Bernie Sanders will bei US-Wahl gegen Donald Trump antreten

US-Senator Bernie Sanders will bei der Präsidentschaftswahl 2020 gegen Donald Trump antreten.

US-Senator Bernie Sanders will bei der Präsidentschaftswahl 2020 gegen Donald Trump antreten.

Foto: Alex Brandon / dpa

Bernie Sanders hat seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl angekündigt. Er gilt als linker Politiker mit progressiven Ideen.

Berlin.  Bernie Sanders hat seine Kandidatur zum US-Wahlkampf 2020 angekündigt. Das berichtet der US-amerikanische Fernsehsender CNN und verweist auf ein Radiointerview, das Sanders dem Vermont Public Radio gegeben hat.

Sanders sagte in dem Interview, dass er gegen US-Präsident Donald Trump antreten wolle, um viele fortschrittliche Ideen verwirklichen zu können. Sanders, der seit 2007 Senator ist, fordert unter anderem eine Krankenversicherung für alle, einen Mindestlohn in Höhe von 15 US-Dollar und eine Senkung der Studiengebühren.

Insbesondere mit der letzten Forderung gelang es ihm bereits im vergangenen Wahlkampf, zahlreiche Studenten und junge Leute zu mobilisieren. Denn schon 2016 wollte Bernie Sanders ins Weiße Haus einziehen und ließ sich dafür von den Demokraten nominieren. Im Vorwahlkampf scheiterte er aber an Hillary Clinton.

Das Wichtigste zu Bernie Sanders Ankündigung:

  • Der US-Senator Bernie Sanders möchte für die US-Präsidentschaftswahl 2020 kandidieren
  • Schon 2016 war er für die Demokraten angetreten, im Vorwahlkampf aber an Hillary Clinton gescheitert
  • Sanders gilt als linker Politiker mit progressiven Reformwillen
  • Er will die Krankenversicherung und die Klimapolitik verändern

Sanders kündigt Bewerbung auch auf Twitter an – mit einem zweiminütigen Video

Auf Twitter gab Sanders mittlerweile seine Kandidatur offiziell bekannt. In einem knapp zweiminütigen Video spricht Sanders eine Reihe von Themen an, denen er sich im Wahlkampf widmen möchte, darunter dem Kampf gegen den Klimawandel, die Korruptionsbekämpfung und mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern.

Auch beim Waffenbesitz drängt Sanders auf schärfere Gesetze. In dem Bewerbungsvideo ist er unter anderem mit dem Slogan „Jobs and education - not jails and incarceration“ (übersetzt: Arbeitsplätze und Bildung statt Gefängnissen und Einkerkerung) zu hören.

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2016 kandidierte Bernie Sanders schon einmal

Im Vergleich zum Präsidentschaftswahlkampf 2016 hat Sanders nun deutlich an Bekanntheit gewonnen. Als der heute 77-Jährige 2015 seine Kandidatur ankündigte, war der US-Senator auch vielen Amerikanern unbekannt. Mit seinen linken Positionen spaltete er im Wahlkampf. Insbesondere von Anhängern der Republikaner wurde er als Sozialist bezeichnet, bei vielen Demokraten konnte er mit seiner linken Haltung aber Sympathien gewinnen.

Seine Kandidatur vor drei Jahren war zunächst eine Protestkandidatur, die ihm im Zuge des Vorwahlkampfes aber schnell Aufwind verlieh. Als er schließlich dennoch gegen Clinton gescheitert war, rief Sanders seine Anhänger auf, Clinton zu unterstützen und warb bei mehreren gemeinsamen Auftritten für die Kandidatin der Demokraten. Sanders hatte 2016 22 der 56 Vorwahlen gewonnen, Clinton konnte sich bei 34 Vorwahlen durchsetzen.

Sanders reiht sich damit in eine Liste von Kandidaten ein, die für die Demokraten ins Weiße Haus einziehen wollen. Seine Wahl begründete Sanders damit, dass Donald Trump als US-Präsident beschämend sei. Sanders bezeichnete den Präsidenten als „Lügner, Rassist und Sexist“.

(tki)