Rüstungspolitik

Trump will Atomwaffen bauen, „bis Leute zur Vernunft kommen“

Donald Trump sprach am Montag vor Journalisten über Atomwaffen.

Donald Trump sprach am Montag vor Journalisten über Atomwaffen.

Foto: Pablo Martinez Monsivais / dpa

Nach dem Ausstieg aus dem Raketenabkommen hat der US-Präsident eine neue Eskalationsstufe im atomaren Wettrüsten gewählt.

Washington.  Nach dem geplanten Ausstieg aus einem Abrüstungsvertrag mit Russland hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Wende in der Rüstungspolitik angekündigt. Er werde das Atomwaffenarsenal der USA weiter ausbauen.

Vor Journalisten sagte Trump am Montag, er werde Atomwaffen bauen lassen, bis „die Leute zur Vernunft kommen“. Trump wandte sich mit seiner Drohung explizit an China und Russland.

Am Samstag hatte Trump angekündigt aus dem Abrüstungsvertrag für atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen, INF, auszusteigen. Der Vertrag wurde 1987 während des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion geschlossen. Er sieht den Verzicht auf landgestützte Atomraketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern vor.

Russland zu INF-Kündigung - Müssten militärisches Gleichgewicht wahren
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Am Montag warf Trump Russland vor, sich mehrfach nicht an den Vertrag gehalten zu haben. Die USA und Russland werfen sich seit mehreren Jahren Vertragsverletzungen vor. Russland warnte als Reaktion auf die Ankündigung Trumps vor einem neuen Rüstungswettlauf, zeigte sich aber offen für Gespräche zum Erhalt des Vertrags. (rtr/ac)